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Nachlassregelung

Sammlung von Frank Brabant geht endgültig nicht nach Opherdicke

Holzwickede Der bekannte Kunstsammler Frank Brabant hat seinen Nachlass geregelt. Nach seinem Tod erhalten die Museen in Schwerin und Wiesbaden jeweils 300 Gemälde. Haus Opherdicke und damit der Kreis Unna gehen endgültig leer aus.

Sammlung von Frank Brabant geht endgültig nicht nach Opherdicke

Der Kunstsammler Frank Braban hat seinen Nachlass geregelt. Das Haus Opherdicke geht leer aus. Foto dpa Foto: dpa

Der Sammler ist heute 79 Jahre alt. Seine 600 kostbaren Gemälde sind bislang in seiner 150 Quadratmeter großen Dachgeschosswohnung in Wiesbaden untergebracht. Dort hängen dicht an dicht Werke des Expressionismus und der „verlorenen Generation“, das waren von den Nazis verfolgte Künstler.

Eine Stiftung Frank Brabant wird errichtet

Mit den Museen in seiner Heimatstadt Wiesbaden und in Schwerin, wo er aufgewachsen ist, hat der Kunstkenner nun eine Vereinbarung zur Errichtung der „Stiftung Frank Brabant“ nach seinem Ableben getroffen. Gleichzeitig eröffnete am Freitag seine hochkarätige Schau „Von Beckmann bis Jawlensky“ in Schwerin, wo sich Brabant in das Goldene Buch der Stadt eintrug.

„Die Bilder sind dort gut aufgehoben“, sagte Brabant am Donnerstag. Die Entscheidung habe er schon vor Jahren getroffen – gegen Opherdicke, wo die Werke aus seinem Besitz schon oft im Herrenhaus zu sehen waren. „Für Opherdicke tut es mir leid“, so Brabant.

Entscheidung hatte nichts mit den Politikern zu tun

Aber er habe Bedenken gehabt, dort zwischen CDU und SPD zerrieben zu werden. „Es war unangenehm“, erinnert er sich. Mit den Ausstellungsmachern des Kreises Unna, Thomas Hengstenberg (inzwischen pensioniert) und Sigrid Zielke-Hengstenberg, habe die Entscheidung nichts zu tun. Brabant lobte die Zusammenarbeit sehr. Unter dem Strich habe ihm die Heimat jedoch mehr am Herzen gelegen.

Thomas Wilk, Kulturdezernent des Kreises Unna, reagierte gelassen auf die Meldung aus Schwerin. „Das überrascht uns nicht“, sagte er. „Unser freundschaftlicher Draht zu Frank Brabant ist nicht weg und nicht belastet.“ Wilk wies allerdings darauf hin, dass gerade die Ausstellungen in Opherdicke die Sammlung so bekannt gemacht hatten, dass große Museen aufmerksam geworden wären.

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