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Triathlon: Ironman auf Hawaii

Dettmar: "Ich komme wieder, stärker und schneller"

Dortmund/Hawaii Der Ironman auf Hawaii ist das Nonplusultra für Triathleten. Sabine Dettmar vom Team Nutrixxion nahm bei der Ausgabe 2017 teil und verbuchte einen Achtungserfolg. Nach ihrer Rückkehr von Hawaii sprach die 27-Jährige über den Wettkampf, ihre Vorbereitung, ihre kaum vorhandene Nervosität vor dem Start und ihre Ziele für 2018.

Dettmar: "Ich komme wieder, stärker und schneller"

"Im Wasser wurde es ziemlich ungemütlich, ein ordentliches Gehaue", so beschreibt Sabine Dettmar vom Team Nutrixxion ihre Erfahrungen beim Ironman auf Hawaii.

Sabine Dettmar hat sich den Traum vom Ironman erfüllt. Die  Gesamtschullehrerin, die seit zwei Jahren für das Dortmunder Team Nutrixxion antritt, finishte ihre Premiere auf Hawaii in 11:13:43 Stunden auf Rang 1158 von 2364 Männern und Frauen, die ins Ziel gelangten. In ihrer Altersklasse (25-29 Jahre) war Dettmar als 24. zweitbeste Deutsche. Nach den Strapazen äußerte sich die 27-Jährige im Interview.

 

Wie lief Ihre Vorbereitung ab? "Ich bin am 3. Oktober in Frankfurt losgeflogen. Eine Woche vor dem eigentlichen Rennen habe ich an dem „Ho’ala Swim“ teilgenommen, wo haargenau die Wettkampfstrecke geschwommen wurde. Meine Laufeinheiten habe ich dort immer in die Mittagshitze gelegt, um mich abzuhärten. Mein Puls war unglaublich hoch. Die Hitze, die Sonne und das Klima ziehen dir ordentlich Energie aus dem Körper."

 

Wie begann der Wettkampf-Tag? Morgens um 4 Uhr ging mein Wecker und es ging zum Check-in, mein Rad vorbereiten, nochmal alle Wege abgehen. Ich war diesmal noch entspannter als sonst. Absolut nicht nervös.

 

Beim Highlight auf Hawaii? Wieso nicht? Ich hatte ja nichts zu verlieren. Ins Ziel komme ich schon irgendwie, dachte ich mir, und der Rest ergibt sich. Mein kleines eigenes Ziel lag bei 11:15 Stunden. Mein Start war erst um 7.20. Im Wasser wurde es ziemlich ungemütlich, ein ordentliches Gehaue. Aber nach der Hälfte konnte ich endlich in Ruhe schwimmen. Doch die Strömung vom Pier muss so stark gewesen sein, dass ich glatt 4,1 statt 3,8 Kilometer geschwommen bin, in genau 1:02:57 Stunden.

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— IRONMAN Triathlon (@IRONMANtri)

Was waren die extremsten Momente? Beim Radfahren war der Wind sehr hart. Die Profis haben das auch bestätigt, dass der Wind dieses Jahr extrem war. Am Ende waren es 5:44:27 Stunden für 180 Kilometer. Auf der Laufstrecke war es sehr, sehr heiß. Es gab nicht eine Wolke, keinen Schatten, kein Regen. Von Kilometer 17 bis 31 kam der berüchtigte Highway mit seinen langgezogenen Hügeln und der ungeheuren Hitze. Ich bin dort langsamer gelaufen, aber ich musste nicht gehen. Der 40. Kilometer war der schlimmste: Es ging steil bergab, und das tat mehr weh als alles andere.

 

Haben Sie mal ans Aufgeben gedacht? Keinen Moment. Ich wollte auf jeden Fall unter zwölf Stunden bleiben. Es sah immer so aus, dass ich das schaffe.

 

Wie erschöpft waren Sie? Und was kommt 2018? Ich war völlig platt. Ich fühlte mich total heiß an, da ich von der Sonne richtig verbrannt war – wie alle anderen Athleten. Ich komme aber wieder, nur stärker und schneller. Aber jetzt ist Pause nach mehr als einem Jahr intensivem Training. 2018 werde ich keine Langdistanz bestreiten, damit mein Körper sich erholt und ich meine Schnelligkeit beim Laufen verbessere.

 

Seit Mai sind Sie Lehrerin an der Holzkamp-Gesamtschule in Witten. Wie schaffen Sie das eigentlich alles? Meist habe ich morgens schon früh eine Einheit trainiert. Nachmittags und abends ging’s weiter. Die letzten langen Läufe wurden direkt von der Schule aus gemacht. Auch die langen Radeinheiten mussten teilweise auf der Rolle zu Hause stattfinden wegen des schlechten Wetters. Die letzten Monate waren hart. Auch aufgrund der festen Anstellung an der Schule, es gab viel zu organisieren, da ich eine eigene Klasse habe. Mein Dank geht auch an die Kollegen, die geholfen haben. Jetzt freue ich mich auf einen Monat Pause, ohne Training.

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