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Fußball: Westfalenliga 2

Wickede: Von der Schießbude zur besten Defensive

DORTMUND Nicht weniger als elfmal hatte es in den ersten drei Saisonspielen im Gehäuse des Fußball-Westfalenligisten Westfalia Wickede eingeschlagen. Doch seit der 2:4-Schlappe gegen Wiemelhausen kassierte das Team von Alex Gocke und Thomas Gerner nur noch einen einzigen Treffer, beim späten 0:1 in Iserlohn. Mit dem 3:0-Derbysieg gegen den Kirchhörder SC sind die Schwarzweißen seit nunmehr 365 Minuten ohne Gegentor.

Wickede: Von der Schießbude zur besten Defensive

Westfalia Wickede setzte sich gegen den Kirchhörder SC mit 3:0 durch. Foto: Foto: Laryea

Zweifellos ist das auch das Verdienst von Rene Kuck, der nach langer Verletzungspause seit dem Iserlohn-Spiel wieder zwischen den Pfosten steht. „Rene ist ein enormer Rückhalt“, weiß Alex Gocke, „seine Erfahrung aus höheren Ligen überträgt sich auch auf seine Vorderleute.“ Allerdings verweist der Trainer auch auf ein deutlich verbessertes Defensiv-Verhalten des Teams. Geholfen habe dabei nicht zuletzt die Rückkehr wichtiger Spieler wie Marcel Großkreutz, Andreas Lüder oder Anil Konya. „Hinzu kommt, dass auch unsere Offensivleute inzwischen viel besser mit nach hinten arbeiten.“

Gestärktes Selbstbewusstsein

Die vier ungeschlagenen Partien in Serie haben auch das Selbstbewusstsein innerhalb der Truppe gestärkt. Entsprechend zuversichtlich blickt Gocke dem kommenden schweren Spiel in Erkenschwick entgegen: „Das wird schon eine Herausforderung. Aber auch da können wir etwas holen.“

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Derweil sind die Sorgen in Kirchhörde wieder größer geworden. Ganz schwer trifft den Tabellenvorletzten die Rote Karte von Christian Wazian, dem nach einer Tätlichkeit eine Sperre von vier Spielen droht.

Neue Sorgen für Huber

„Das ist extrem bitter für uns, denn Christian war super drauf. Sein Ausfall ist kaum zu kompensieren“, weiß Lothar Huber, der vor dem anspruchsvollen Heimspiel-Doppelpack gegen Sinsen und Erkenschwick auch um Rene Richter bangt, der in Wickede kurz nach Wazians Platzverweis umgeknickt war und raus musste.

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„Wie wichtig diese beiden Jungs für unser Offensivspiel sind, wurde am Sonntag mehr als deutlich. Bis zu ihrem Ausscheiden haben wir eine ordentliche Partie gezeigt, aber danach hatten wir praktisch keine Chance mehr“, fasste Huber seine Derby-Eindrücke zusammen.

Roll mit gutem Debüt

Personell befindet sich der KSC in einer ähnlich schwierigen Lage wie vor einigen Wochen. Huber kann nur hoffen, dass sich Spieler wie Sascha Rammel (Wade), Mo Yarhdi (Oberschenkel) und Roman Lizenberger (dreifacher Nasenbeinbruch) möglichst rasch zurückmelden. Es gibt aber auch positive Nachrichten: Dem aus der Zweiten hochgezogenen Linksverteidiger Niklas Roll bescheinigte der Trainer „ein richtig gutes Westfalenliga-Debüt“.

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