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Fußball

Erst Fair Play, dann Bänderriss

HARDT Ausgezahlt? Nein, ausgezahlt hat sich das Fair Play von Christian Müller für ihn am Sonntag wirklich nicht. Aber das war dem Innenverteidiger des SV Dorsten-Hardt II im Spiel beim Sickingmühler SV egal.

Erst Fair Play, dann Bänderriss

Christian Müller bewies in Sickingmühle echtes Fair Play. RN-FOTO RALF PIEPER Foto: RALF PIEPER

70 Minuten waren gespielt, die Hardter führten 3:2, da foulte Müller am Hardter Strafraum einen gegnerischen Angreifer. Wo der Schiedsrichter in dem Moment war? „Konnte ich nicht sehen“, sagt Christian Müller. Aber gute Sicht auf das Geschehen hatte der Unparteiische wohl nicht, denn angesichts der vehement Elfmeter fordernden Gastgeber wandte sich der Mann an der Pfeife an Müller. Und der bestätigte ihm ohne Zögern, dass der Tatort einen guten halben Meter innerhalb des Strafraums lag. „Bevor ihm die Situation aus dem Ruder läuft, war das doch besser so“, meint Müller.

Für das Foul sah er Gelb und Sickingmühle verwandelte den Strafstoß zum 3:3. Dabei blieb es trotz aller Hardter Bemühungen bis Spielende. Schelte seines Trainers oder dumme Sprüche der Kollegen gab es für Christian Müller nicht. Das könnte aber auch daran gelegen haben, dass er sich kurz vor Schluss noch böse verletzte. Von Rücksicht auf den fairen Hardter konnte bei dem vorangegangenen Foul keine Rede sein. „Mit beiden Beinen gestreckt in mich rein“, ärgert sich der 33-Jährige. Die Folge: „Beide Füße dick plus Außenbandriss. Also erst zwei Punkte verloren und dann ein paar Stunden beim Arzt gesessen.“ Dabei hätte er ganz anderes verdient gehabt.

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