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Fußball

SV Schermbeck stillt den Torhunger

Schermbeck Der Schermbecker Rasen war gar nicht dazu angetan, filigranen Fußball zu spielen. Trotzdem zeigte der SV Schermbeck gegen Herford eben solchen. Nach 90 Minuten war der Platz aber endgültig umgepflügt.

SV Schermbeck stillt den Torhunger

Dominik Milaszewski (l.), sonst der Torschütze vom Dienst, blieb beim 8:0 ohne eigenen Treffer. Dafür war er aber an vielen Schermbecker Toren als Vorbereiter beteiligt. (a) Lücke

Westfalenliga 1

SV Schermbeck - Herforder SC

8:0 (4:0)

Die Hausherren hatten ihre Spielart dem holprigen Boden angepasst und nach einer kurzen Eingewöhnungsphasen gelangen auch die ersten Kombinationen. Kilian Niewerth ließ einen Distanzschuss ab, den der SC-Keeper abprallen ließ. Den Nachschuss brachte Dominik Milaszewski nicht im Tor unter. Wenig später zeigte der Schlussmann bei einem Milaszewski-Kopfball eine Glanzparade.

Dann rückte SVS-Keeper Tim Krückemeier in den Mittelpunkt. So reagierte er gegen den starken Pascal Röber sehr gut und wehrte auch den Nachschuss ab. Wenig später war er bei einem Kopfball zur Stelle. Ein Rückstand hätte auf dem Boden fatale Wirkung haben können. Gerade auf der linken Angriffsseite hatten die Herforder einige exzellente, schnelle Spieler.

Habitz mit der Führung

Schermbeck eröffnete dann aber in der 26. Minute den Torreigen. Der lange Maik Habitz köpfte nach einer Ecke die Führung. Drei Minuten später spielte Marek Klimczok den Ball mit viel Übersicht auf die rechte Seite. Milaszewski passte sofort in die Mitte, wo Kilian Niewerth bereitstand (2:0).

Nachdem Nikolaj Zugcic im Strafraum gefoult worden war, setzte Kevin Rudolph den Elfmeter in die Maschen (32.), während sein gesperrter Bruder Kevin das Geschehen auf der Tribüne filmte.
Rudolph bereitete auch das 4:0 vor, als er zu Milaszewski flankte, der das Leder Zugcic auflegte (43.).

„Natürlich musste ich den Jungs in der Kabine das Revierderby in Erinnerung bringen, damit sie das Tempo aufrechterhalten,“ erklärte Thomas Falkowski. Die Sorge war aber unbegründet. Die Herforder beendeten ihr kurzes Aufbäumen sogar selbst, denn Sascha Wohlmann lenkte eine Rudolph-Flanke ins eigene Tor (5:0/53.).

Damit gaben sich die Platzherren aber nicht zufrieden, sondern taten noch etwas für das Torverhältnis. Kilian Niewerth versenkte in der 63. Minute die Kugel von halbrechts in den linken Winkel.

Thomas Falkowski brachte mit Dennis Grodzik und Moritz Noetzel nun noch zwei Jugendspieler, die sich mit tollen Toren bedankten. Noetzel ließ drei Gegenspieler auf engstem Raum im Strafraum aussteigen und traf unhaltbar zum 7:0 (89.). Quasi mit dem Schlusspfiff ging Grodzik links in den Strafraum und versenkte den Ball aus spitzem Winkel zum 8:0-Endstand (90.).

SVS: Krückemeier, Helling, Mule-Ewald (57. Kissi), Klimczok (74. Grodzik), Zugcic, Milaszewski, Grumann, Poch, Habitz, Kevin Rudolph (65. Noetzel), Niewerth.

Tore: 1:0 Habitz (26.), 2:0 Niewerth (29.), 3:0 Kevin Rudolph (Foulelfmeter, 32.), 4:0 Zugcic (43.), 5:0 Wohlann (Eigentor, 53.), 6:0 Niewerth (63.), 7:0 Noetzel (89.), 8:0 Grodzik (90.).

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