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„Anatevka“ in Berlin gefeiert

Berlin. Das Berliner Haus feiert sein Jubiläum mit der Premiere des US-amerikanischen Musicals „Anatevka“. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier würdigt Komische Oper.

„Anatevka“ in Berlin gefeiert

Der Schauspieler Max Hopp (l) als Milchmann Tevje im Musical „Anatevka“. Foto: Jörg Carstensen

Ein Musical und eine Torte als Geschenk: Zu ihrem 70. Geburtstag hat die Komische Oper Berlin mit dem Broadway-Stück „Anatevka“ einen rauschenden Erfolg gefeiert.

Der Intendant Barrie Kosky ließ den als „Fiddler on the Roof“ bekannten Welterfolg am Sonntag mit rasantem Tempo und ganz ohne Nostalgie spielen.

Der Australier erfüllte sich damit einen langgehegten Wunsch. Kosky hatte das Stück über den autoritären Milchmann Tevje und seinen heiratswilligen Töchtern als Kind kennengelernt. Mit seiner Inszenierung, in der vor allem der Chor für Furore sorgt, erntete Kosky beim Premierenpublikum viel Applaus. Gefeiert wurden auch Max Hopp als Tevje und Dagmar Manzel in der Rolle seiner Frau Golde.

Zu den Zuschauern zählte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der vor der Vorstellung in einem Grußwort das 1947 von Walter Felsenstein gegründete Opernhaus als „modernes und selbstbewusstes Musiktheater“ würdigte. Die seit Jahrzehnten erfolgreiche Bühne bediene sich einer Sprache, „die selbst im polyglotten Babylon Berlin jeder versteht“.

Die Komische Oper sei für ihn - kein eingefleischter Opernliebhaber - etwas Besonderes, bekannte der Bundespräsident. In ihren Aufführungen könnte jeder etwas lernen wie eine Sprache, die ganz viele Leute im Jetzt erreiche.

Nach dem Schlussvorhang trat Kosky auf die Bühne und ließ eine riesige Geburtstagstorte auffahren, die drei ehemalige Ensemblemitglieder sowie zwei Kinderdarsteller anschneiden durften.

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