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Anleger verlässt der Mut - Dax unter 13 000 Punkten

Frankfurt/Main. Die Anleger am deutschen Aktienmarkt hat zum Wochenschluss doch noch der Mut verlassen. Ungeachtet neuer Rekorde an den US-Börsen gab der Dax seine Gewinne bis Handelsschluss wieder ab und schloss erneut unter der Marke von 13 000 Punkten.

Anleger verlässt der Mut - Dax unter 13 000 Punkten

Im Schriftzug "DAX" spiegelt sich die große Anzeigetafel mit dem bis dahin erreichten Kursverlauf im Handelssaal der Börse in Frankfurt am Main. Foto: Christoph Schmidt

Mit einem minimalen Plus von 0,01 Prozent auf 12 991,28 Punkte ging der Leitindex aus dem Handel und sorgte damit letztlich auch für einen unveränderten Stand im Wochenverlauf.

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen legte am Freitag um 0,13 Prozent auf 26 053,33 Punkte zu. Der Technologiewerte-Index TecDax gab um 0,34 Prozent auf 2486,53 Punkte nach.

Europaweit sah es ähnlich aus: Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 schloss mit plus 0,08 Prozent auf 3605,09 Punkte, und auch der CAC 40 in Paris legte um 0,08 Prozent zum, während der FTSE 100 in London den Tag prozentual unverändert beendete. In den USA ging es indes weiter aufwärts: Der Dow Jones Industrial kletterte zum Handelsschluss in Europa mit plus 0,4 Prozent auf ein neues Rekordhoch. Die Nasdaq-Börsen legten ebenfalls um 0,4 Prozent zu.

Derweil ging die Berichtssaison in Deutschland in eine neue Runde. Daimler etwa wurden im dritten Quartal von Sonderkosten für Rückrufe und Nachbesserungen bei Dieselautos gebremst. Die Aktien büßten 0,84 Prozent ein. Die Linde-Papiere profitierten am Nachmittag von Neuigkeiten zum Fusionsvorhaben mit US-Konkurrent Praxair und setzten sich mit plus 3,23 Prozent an die Dax-Spitze. Kurz vor Fristende hätten die Aktionäre des Münchner Industriegase-Konzerns 50,81 Prozent der Aktien bei der neuen Holdinggesellschaft Linde Plc eingereicht, hatten die Fusionspartner zuvor mitgeteilt. Die Annahmefrist für das Umtauschangebot läuft bis zu diesem Dienstag.

Beim Lebensmittel-Handelskonzern Metro hatten zum Geschäftsjahresende 2016/17 negative Wechselkurseffekte sowie weiter sinkende Umsätze bei der Supermarktkette Real Bremsspuren hinterlassen. Für die Anteilsscheine ging es nach den vorgelegten Zahlen am MDax-Ende um 3,10 Prozent nach unten. Im SDax dagegen sprangen die Aktien des Autovermieters Sixt nach einem sehr starken dritten Quartal um 4,97 Prozent hoch.

Die Papiere der Software AG machten im TecDax ihre anfänglichen Verluste von fast 6 Prozent wieder wett und stiegen letztlich um 3,50 Prozent. Auftrieb gaben nach eher enttäuschenden Quartalszahlen Aussagen von Finanzchef Arnd Zinnhardt zur erwarteten Margenentwicklung in zukunftsträchtigen neuen Geschäftsbereichen.

Dagegen brachen die Aktien von Evotec am Nachmittag ein und beendeten den Tag mit einem Minus von 8,80 Prozent. Der US-Hedgefonds Lakewood Capital Management hat laut Daten des „Bundesanzeigers“ seine Leerverkaufspositionen in der Aktie des Biotechnologie-Unternehmens weiter ausgebaut. Bei Leerverkäufen geben Verkäufer Aktien, die sie nur geliehen und noch nicht gekauft haben, zu einem bestimmten Kurs ab. Sie erwarten Kursverluste, weshalb sie sich erst zu einem späteren Zeitpunkt wieder mit diesen Papieren eindecken wollen. Ihr Kalkül ist es, die Aktien später billiger kaufen zu können, als sie sie verkauft haben.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,21 Prozent am Vortag auf 0,24 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,15 Prozent auf 141,29 Punkte. Der Bund-Future büßte 0,46 Prozent auf 161,38 Punkte ein. Der Euro kostete am frühen Abend 1,1770 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1818 (Donnerstag: 1,1834) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8462 (0,8450) Euro.

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