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Beim Dax kehrt adventliche Ruhe ein - Impulse fehlen

Frankfurt/Main. Der Dax könnte sich nach seiner jüngsten Schwächephase in der neuen Woche mit einer klaren Richtung schwer tun. Es dürfte sich zeigen, „dass die ruhigere Adventszeit allmählich an den Finanzmärkten Einzug hält“, schreibt Analystin Claudia Windt von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba).

Beim Dax kehrt adventliche Ruhe ein - Impulse fehlen

Im Schriftzug "DAX" spiegelt sich die große Anzeigetafel mit dem bis dahin erreichten Kursverlauf im Handelssaal der Börse in Frankfurt am Main. Foto: Christoph Schmidt

Laut Robert Greil, Chefstratege von Merck Finck Privatbankiers, wird es hierzulande wohl trotz der politischen Entwicklungen in Berlin weniger spannend zugehen als an der Wall Street, wo der US-Leitindex Dow Jones Industrial zuletzt fast pausenlos eine Rekordmarke an die nächste gereiht hatte.

Am Freitag schlug für den deutschen Leitindex ein Kursrückgang von 1,25 Prozent auf 12.861,49 Punkte zu Buche. Die Wochenbilanz fällt mit minus anderthalb Prozent ähnlich negativ aus.

Windt erwartet weder von einem weiteren soliden US-Arbeitsmarktbericht am kommenden Freitag noch von möglichen erneuten Rekordständen der europäischen Einkaufsmanager-Indizes (Dienstag) nennenswerte Kursimpulse für den Dax. Die Unternehmensagenda für die nächsten Tage sieht zudem übersichtlich aus.

Für Experte Greil rücken die USA mit der bevorstehenden Entscheidung zur Steuerreform von Präsident Donald Trump, dem Thema Verschuldungs-Obergrenze und wichtigen Wirtschaftsdaten noch mehr als zuletzt in den Fokus.

Beim Dax bleibe abzuwarten, ob die Anleger auch diesmal wieder den Rückgang zum Einstieg nutzten, gibt Analyst Gregor Kuhn von der Bernstein Wertpapierhandelsbank zu bedenken. Möglicherweise trennten sich US-Investoren von ihren europäischen Aktienbeständen, wofür der gegenüber dem US-Dollar erstarkende Euro spreche.

Kursbewegende deutsche Unternehmensnachrichten dürften in der neuen Woche Mangelware sein. Mit dem Möbelkonzern Steinhoff (Mittwoch) und dem Medizintechnik-Spezialisten Carl Zeiss Meditec (Freitag) legen lediglich Unternehmen aus den Nebenwerte-Indizes MDax und TecDax Zahlen vor.

Am Dienstagabend nach Handelsschluss gibt die Deutsche Börse mögliche Änderungen in den deutschen Aktienindizes bekannt. In Dax, MDax und TecDax bleibt voraussichtlich alles beim Alten. Dagegen ist im Kleinwerte-Index SDax Analysten zufolge Gerry Weber gefährdet. Ein Austausch mit dem Papier des Agrarhändlers Baywa sei denkbar.

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