Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.

Bergungsarbeiten nach Zugunglück in NRW dauern an

Meerbusch. Nach dem Zugunglück bei Meerbusch laufen die Räumungsarbeiten auf Hochtouren. Auch in der Nacht sind Spezialisten im Einsatz, damit die Strecke möglichst bald wieder in Betrieb genommen werden kann.

Bergungsarbeiten nach Zugunglück in NRW dauern an

Ein verunglückter Personenzug steht in Meerbusch Osterath auf dem Gleis. Foto: Arnulf Stoffel

Nach dem Zugunglück von Meerbusch in Nordrhein- Westfalen sind die Räumungsarbeiten an der Unfallstelle in der Nacht zum Donnerstag fortgesetzt worden. Mit einem Spezialkran werden nach Angaben der Deutschen Bahn die entgleisten und umgestürzten Waggons geborgen. Auch Teile der Oberleitung würden abgebaut. Bei den Arbeiten sei der anvisierte Zeitplan bisher eingehalten worden, sagte eine Sprecherin der Bahn am Montagmorgen.

Erst wenn die Arbeiten abgeschlossen seien, lasse sich beurteilen, welche Schäden am Gleisen, Gleisbett und Oberleitung entstanden seien. Dann könne auch entschieden werden, wann die Strecke wieder in Betrieb genommen werden könne.

In Meerbusch-Osterath war am Dienstagabend ein Regionalexpress auf einen Güterzug aufgefahren. Bei dem Unfall wurden laut Bundespolizei 50 Menschen verletzt, neun von ihnen schwer.

Ungeklärt ist die genaue Unfallursache. Nach einem Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) soll die Fahrdienstleitung dem Lokführer des Personenzugs über Zugfunk mündlich die Erlaubnis zur Weiterfahrt erteilt haben, obwohl sein Streckensignal auf Halt stand. Der Bericht beruft sich auf Ermittlerkreise. Nach Angaben der Bundesstelle für Eisenbahn-Unfalluntersuchungen in Bonn hätte der Personenzug halten müssen und den Gleisabschnitt nicht befahren dürfen.

Der Chef der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), Claus Weselsky, forderte mehr Investitionen in die Bahnsicherheit. Das Sicherheitssystem, das Züge beim Überfahren eines Haltesignals automatisch stoppe, stamme aus den 50er-Jahren und sei seitdem nur punktuell weiterentwickelt worden. „Wünschenswerter wären flächendeckend höhere technische Systeme“, sagte er der „Rheinischen Post“ (Donnerstag).

Anzeige
Anzeige