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Christie's versteigert Objekte aus Joop-Sammlung

London. Der deutsche Modemacher trennt sich von einigen Erinnerungsstücken, weil zu viele davon, den „Blick für die Zukunft“ verstellten, wie er sagt.

Eine Versteigerung von Designobjekten und Kunstwerken aus der Sammlung des Modemachers Wolfgang Joop hat umgerechnet fast 1,5 Millionen Euro (1,318 Millionen Britische Pfund) eingebracht.

Die Gegenstände stammen aus Joops ehemaliger Villa Wunderkind in Potsdam, wie das Auktionshaus Christie's am Mittwoch mitteilte.

Der 72-Jährige hatte seinen Wohnsitz an den Mäzen Hasso Plattner verkauft. „Ich habe ein außergewöhnliches Leben an außergewöhnlichen Orten geführt“, zitierte das Auktionshaus Joop. „Nun kehre ich an den Ort meiner Kindheit, Krongut Bornstedt, zurück.“ Er brauche Raum für neue Ideen. „Es ist wichtig, Dinge loszulassen - zu viele Erinnerungen verstellen den Blick für die Zukunft.“

Auf dem Gut im Potsdamer Stadtteil Bornstedt leben bereits Joops Tochter Florentine mit Mann und Kindern sowie seine Ex-Frau Karin. Der Modeschöpfer hatte in Interviews berichtet, dass er mit seinem Lebenspartner auf das Familienanwesen ziehen wollte.

Bei der Auktion in London fanden unter anderem die um 1925 von Emile-Jaques Ruhlmann entworfenen Art-déco-Türen der Villa Wunderkind für 118 750 Pfund einen neuen Besitzer. Ein Stuhlpaar von Alexandre Noll wurde für 112 500 Pfund versteigert. Ein auf drei Füßen ruhender Couchtisch des französischen Designers Jean Prouvé erzielte mit
55 000 Pfund mehr als das Sechsfache des Schätzpreises.

Sechs weitere Möbel aus der Joop-Sammlung sollen am 20. November in Paris auf einer Themenauktion zum Gestalter Jean Royère (1902–1981) versteigert werden. Darunter sind eine mit getrockneten Blumen unter Glas verzierte Kommode und ein dreifüßiger Beistelltisch.

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