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Holger Derbort ist Fußball-Schiri und Langstreckenläufer.

Der rennende Referee

Ahaus Als Fußball-Schiedsrichter spielt Holger Derbort eher eine Nebenrolle. Anders sieht es aus, wenn der gebürtige Ellewicker auf die Laufstrecke geht. Dort hat er in den vergangenen Jahren schon viele Erfolge gefeiert, zuletzt sicherte er sich den Gesamtsieg bei der „Streiflichter Laufserie 2017“ und wurde dafür am vergangenen Freitag in Dülmen geehrt.

Der rennende Referee

Freude hat Holger Derbort nicht nur als Fußball-Schiedsrichter, sondern auch auf der Laufstrecke, wie hier beim Ellewicker Schützenfestlauf.

Insgesamt bestand die Serie aus zehn Volksläufen im Kreis Coesfeld. Die besten fünf davon gingen für jeden Läufer in die Wertung ein. Holger Derbort, der für den ASV Ellewick antritt, ging bei sieben dieser Läufe an den Start, holte dabei sechs Siege und einen zweiten Platz. Damit ließ er in der Endabrechnung 80 Läufer hinter sich, die an mindestens fünf Läufen der „langen Serie“ meist über zehn Kilometer teilgenommen hatten. „Ich bin in diesem Jahr das erste Mal mitgelaufen – und es hat super funktioniert“, so Holger Derbort im Gespräch mit unserer Zeitung.

Fußball allein reicht nicht

Der 46-Jährige ist bereits seit 30 Jahren Schiedsrichter und pfeift aktuell Spiele bis zur Westfalenliga, als Assistent darf er bis zur Regionalliga ran. „Nächstes Jahr habe ich aber die Altersgrenze erreicht und muss dann eine Liga runter“, erklärt Derbort.

Doch Fußball allein – das reicht ihm schon lange nicht mehr. Einmal die Woche steht für ihn im Ahauser Aquahaus an. An drei bis vier Tagen geht er laufen – mal allein, mal beim Lauftreff des ASV Ellewick, mal beim VfL Ahaus. „80 bis 150 Kilometer pro Woche kommen da schon zusammen“, erklärt Derbort. Wie die Wochentage sind auch die Wochenenden für den Fleischer mit Sport ausgefüllt: Fußballspiele leiten, Tauchen im Freien und Wettkämpfe auf der Laufstrecke.

Neben diversen Volksläufen in der Region – 2017 wurde er Dritter beim Ellewicker Schützenfestlauf und Zweiter beim Legdener Mittsommernachtslauf – geht es für ihn ab und zu auch auf große Tour. „Siebenmal bin ich schon den Berlin-Marathon gelaufen, einmal in knapp zweieinhalb Stunden, das war schon eine gute Leistung.“

Den Kollegen davongerannt

Regelmäßig geht der in Wüllen lebende Derbort auch beim „Referees Run“ in Borgholzhausen an den Start, an dem etliche Schiedsrichter aus ganz Westfalen teilnehmen. Schon viermal rannte Derbort dabei seinen Kollegen davon und gewann.

Kein Wunder also, dass Derbort in Sachen Laufleistung keine Probleme hat, wenn er auf dem Fußballplatz neben den meist jüngeren Kickern agiert: „Den meisten Spielern bin ich, glaube ich, konditionell überlegen.“

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