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England will mit „Poppy“-Symbol gegen Deutschland spielen

London. Die englische Fußball-Nationalmannschaft soll beim kommenden Freundschaftsspiel gegen Deutschland mit „Poppy“-Armbinden auflaufen.

England will mit „Poppy“-Symbol gegen Deutschland spielen

Englands Wayne Rooney mit dem „Poppy“-Symbol beim WM-Qualifikationsspiel am 11. November 2016 gegen Schottland. Foto: Andy Rain

Der nationale Fußball-Verband FA gab bekannt, dass er für die Partie am 11. November im Wembley-Stadion eine entsprechende Genehmigung beim Weltverband FIFA beantragt hat. Um die symbolische rote Klatschmohnblüte und das Tragen auf dem Spielfeld hatte es im vergangenen Jahr noch einen öffentlichen Streit mit der FIFA gegeben.

Die FA teilte auf ihrer Website mit, sie begrüße die Klarstellung des International Football Association Board (IFAB). Das oberste Gremium für Fußball-Regeln hatte im September einen neuen Leitfaden an alle Verbände verschickt, der laut IFAB-Boss Lukas Brud „weniger Spielraum für Interpretationen“ lässt. Die FA hofft deshalb nun auf eine Aufhebung des Verbots durch die FIFA.

„Es war wichtig, in dieser Sache für Klarheit zu sorgen, weil es viele Fußballspiele und -wettbewerbe in der ganzen Welt betrifft“, erklärte die FA, „und es ist besonders hilfreich in Bezug auf das Gedenken und die Mohnblüten“. Rund um den Remembrance Day am 12. November tragen viele Briten das Symbol an ihrer Kleidung, um an den Waffenstillstand im Ersten Weltkrieg und an gefallene Soldaten zu erinnern. Bislang hatte die FIFA das als politisches Symbol bewertet und das Tragen bei Fußballspielen untersagt.

Die Verbände von England, Schottland, Wales und Nordirland waren im vergangenen Jahr mit Geldstrafen belegt worden, weil Spieler ihrer Nationalmannschaften die Mohnblüte bei WM-Qualifikationsspielen getragen hatten. Dafür hatte es in Großbritannien scharfe Kritik gegeben. Die britische Premierministerin bezeichnete das Verbot als „absolut empörend“.

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