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Duell der Verunsicherten

FC Vreden und Union Wessum wollen beide die Kehrtwende

Vreden/Ahaus Wenn in jüngerer Vergangenheit der FC Vreden auf Union Wessum traf, dann konnte man getrost das Siegel Spitzenspiel verleihen. Aktuell ist dieser Vergleich allerdings ein A-Liga-Kellerduell.

FC Vreden und Union Wessum wollen beide die Kehrtwende

Mächtig ins Straucheln geraten ist der FC Vreden mit Marc van den Berg (l.). Im Heimspiel gegen eine ebenso verunsicherte Union aus Wessum will der aktuelle Tabellendrittletzte die Wende zum Positiven einleiten. Foto: Johannes Kratz

Der FC Vreden und Union Wessum, das sind die beiden A-Liga-Vizemeister der vergangenen beiden Spielzeiten. Am Sonntag (15 Uhr, Ottensteiner Straße) wird am Vredener Freibad kaum einer einen Gedanken an diese Zeiten verschwenden. Es misst sich der Drittletzte mit dem Vorletzten. Diese Momentaufnahme soll tunlichst kein Dauerzustand werden. Darin ist man sich einig.

Heek war eine Katastrophe

Gleich ein Dutzend Gegentreffer musste der FC Vreden in den beiden jüngsten Duellen mit Heek und Südlohn einstecken. Ein vorläufiger Höhepunkt eines Abwärtsstrudels bis auf Platz 14. Die beiden Auftritte beurteilt Coach Hendrik Sahlmer grundlegend unterschiedlich: „Heek war eine Katastrophe, da stimmte die Vorbereitung nicht. In Südlohn ist die Mannschaft nicht belohnt worden.“ Viele Dinge, die im vergangenen Jahr nahezu automatisch funktionierten, führten derzeit nicht zum Erfolg. „Die Spieler überlegen in der Unsicherheit zu viel, treffen falsche Entscheidungen.“

Am Engagement in Training und Spiel mangele es keinesfalls: „Die Jungs werden alles in die Waagschale werfen, um den Knoten zum Platzen bringen.“ Mehr denn je zuvor erwarte er eine Union, die „90 Minuten Vollgas gibt und nie aufgibt.“ Da werde der FC dagegenhalten müssen.

Matchglück erzwingen

In Wessum ist die Lage ähnlich. Die Union spielt überwiegend sehr ordentlich, die Ergebnisse passen allerdings allzu selten. Dafür gibt es zwei Gründe: Zum einen werden individuelle Fehler gnadenlos bestraft, auf der anderen Seite präsentiert der Vorjahresfünfte eine eklatante Abschlussschwäche. „In der Summe stehst du dann halt da, wo wir nun angekommen sind. Natürlich hatten wir oft auch Pech, doch das allein wäre zu kurz gedacht“, hat Trainer Jürgen Banken die Situation mit seinem Team gründlich analysiert.

Die Spieler seien selbstkritisch genug, versprühten dennoch weiter Mut und Zuversicht: „Die Zuschauer erkennen sogar eine fußballerische Entwicklung zum Vorjahr an. Wir müssen aber Ergebnisse liefern.“ Die Gesamtlage beobachte man wachsam. Dass am Sonntag zwei verunsicherte Mannschaften aufeinandertreffen, sei „sicher nicht von Nachteil“: „Gegen einen Gegner mit viel Qualität werden wir weiter alles raushauen, um das Matchglück zu erzwingen.“

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