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Air Berlin

Flüge fallen vereinzelt auch am Donnerstag aus

Berlin Bei der angeschlagenen Fluglinie Air Berlin normalisiert sich der Flugbetrieb langsam wieder. Doch auch am Donnerstag sind noch Flüge ausgefallen. Wie geht es für Air Berlin nun weiter?

Flüge fallen vereinzelt auch am Donnerstag aus

Wie geht es weiter für Air Berlin?

Nach Angaben des Unternehmens wurden am Donnerstag in Düsseldorf zwei Verbindungen gestrichen, in Berlin-Tegel vier und in Frankfurt eine. In Stuttgart musste die Airline zwei Flüge annullieren. Weil etliche Piloten sich krankgemeldet hatten, waren am Dienstag und Mittwoch rund 200 Flüge ausgefallen.

Verschiedene Interessenten

Man habe die begründete Hoffnung, dass heute ein normaler Tag werde, sagte eine Sprecherin der Fluggesellschaft am Donnerstagmorgen. "Immer mehr Piloten melden sich fit zum Dienst.“ Weil etliche Piloten sich in den vergangen Tagen krankgemeldet hatten, waren am Dienstag und Mittwoch rund 200 Flüge ausgefallen. 

Air Berlin hatte im August Insolvenz angemeldet und verhandelt unter anderem mit dem Primus Lufthansa über einen Verkauf von Unternehmensteilen. Der deutsche Marktführer könnte rund 90 der 144 Flugzeuge übernehmen, hieß es zwischenzeitlich. Verhandelt wird laut Air Berlin auch mit drei weiteren Airlines. Beobachter nennen etwa Easyjet und Condor. Interesse angemeldet haben auch der Nürnberger Unternehmer Hans Rudolf Wöhrl und der frühere EnBW-Chef Utz Claassen. Aus Berlin hoben eine Spedition und ein Hotelier die Hand, aus Österreich Niki Lauda. Als letzter brachte sich der chinesische Betreiber des Flugplatzes Parchim ins Gespräch.

Warnung vor Scheitern der Gespräche

Wöhrl warnte derweil vor einem Scheitern der Gespräche. Mögliche Investoren könnten durch die jüngsten Flugausfälle „verunsichert werden und sich aus dem Bieterverfahren zurückziehen“, sagte er der „Süddeutschen Zeitung". 

Der Unternehmer befürchtet, dass der staatliche 150-Millionen-Euro-Kredit verbraucht sein könne, ehe die Kaufverträge ausgehandelt seien. Das würde zur „Einstellung des Flugbetriebes und damit möglicherweise zu einem klassischen Insolvenzverfahren führen“, sagte er. Die Bundesregierung hatte den Kredit bewilligt, um den Flugbetrieb während des Insolvenzverfahrens zu sichern. Von den 150 Millionen Euro seien bereits 24 Millionen Euro an die Fluglinie überwiesen worden, meldete die Zeitung unter Berufung auf Regierungskreise in Berlin. Die Bieterfrist für Air Berlin endet an diesem Freitag.

dpa

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