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„Gegen Hass und Rassismus im Bundestag“: Demo in Berlin

Berlin. Das Ziel der Veranstalter schien äußerst ehrgeizig, dann aber übertrifft die Beteiligung an ihrer Demonstration sogar ihre Erwartungen. Der Einzug der AfD in den Bundestag bewegt die Gemüter.

„Gegen Hass und Rassismus im Bundestag“: Demo in Berlin

Mehrere tausend Menschen demonstrieren in der Nähe des Reichstages in Berlin unter dem Motto „Gegen Rassismus im Bundestag“. Foto: Jörg Carstensen

Kurz vor der konstituierenden Sitzung des Bundestages haben sich rund 12 000 Menschen in Berlin an einer Demonstration unter dem Motto „Gegen Hass und Rassismus im Bundestag“ beteiligt.

„Die Geschichte hat uns gelehrt, zu was Hass und Rassismus führen können. Ich fordere Abgeordnete jeder Richtung auf, es uns gleichzutun und gemeinsam für unsere demokratischen Grundwerte einzustehen“, sagte der 23-jährige Initiator Ali Can am Sonntag.

Die Veranstalter hatten in ihrem Aufruf erklärt: „Am 24. Oktober werden Rechtsextreme und Rassisten auf den Stühlen des Bundestags Platz nehmen, als Mitglieder der neuen AfD-Fraktion.“ Daraufhin bezeichnete die AfD die Demonstration als „Anschlag auf die Demokratie“. Der Bundestag konstituiert sich am Dienstag.

Der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Anton Hofreiter, sagte zum Auftakt der Demonstration, diese sei „ein wertvolles Zeichen, dass sich die Leute nicht damit abfinden, dass jetzt eine Partei im Bundestag sitzt, die sich im Wahlkampf teilweise rassistisch und rechtsradikal geäußert hat“.

Die Berliner Polizei sprach von einem ruhigen Verlauf der Demonstration, ohne besondere Vorkommnisse. Die von Veranstalter und Polizei genannten Teilnehmerzahlen waren weitgehend deckungsgleich. „Die meisten Teilnehmer kamen aus Berlin und Umgebung, es waren auch viele Familien dabei“, sagte Organisator Daniel Boese. Zu den Unterstützern der Demonstration zählten der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), Die Linken, der Lesben- und Schwulenverband und viele kleinere Initiativen.

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