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Fragen und Antworten

Kitas in der Region bekommen einmalige Finanzhilfe

NRW Kitas in NRW sind chronisch unterfinanziert, klagen viele Träger. Das sagt auch die neue Landesregierung. Sie verspricht eine Finanzhilfe für die Kindertageseinrichtungen in Höhe von 500 Millionen Euro. Was heißt das? Wie viel Geld fließt in die einzelnen Städte? Hier die Antworten auf diese und weitere Fragen.

 Finanzpaket für KitasInfogram

 

Warum gibt es die Einmalzahlung überhaupt?

Die Kindertageseinrichtungen in Nordrhein-Westfalen sind chronisch unterfinanziert. Darüber beklagen sich viele Träger seit Jahren. Die neue Landesregierung will 500 Millionen Euro an Kitas in ganz Nordrhein-Westfalen auszahlen. Dafür hat das nordrhein-westfälische Kabinett am Dienstag ein Gesetz beschlossen, es wird nun in den Landtag eingebracht.

 

Wie wird das Geld auf die Städte und Kreise verteilt?

Wie viel Geld aus dem Finanzpaket die einzelnen Städte und Kreise bekommen, richtet sich nach der Anzahl der Kinder für das Kindergartenjahr 2017/2018: Die Jugendämter melden, wie viele Plätze in unterschiedlichen Gruppenformen und Betreuungszeiten es in ihrer Stadt gibt. Weitere Kriterien gibt es nicht - es müssen auch keine Anforderungen erfüllt werden, Jugendamt oder Eltern müssen die Finanzierung nicht ergänzen.

Der Gesetzentwurf beinhaltet eine Tabelle: Die zeigt, wie viel die Träger der Kitas pro Kind einmalig ausgezahlt bekommen. Träger der Einrichtungen sind beispielsweise die katholische oder evangelische Kirche vor Ort, das Rote Kreuz, die Arbeiterwohlfahrt oder die Stadt selbst.

 Verteilungsschlüssel Finanzpaket für KitasInfogram

Für Kinder mit Behinderung erhält die Kindertageseinrichtung einen erhöhte Auszahlung.

Wie viel am Ende die einzelnen Städte, Kreise und Gemeinden bekommen sollen, steht auf der Website des Familienministeriums.

 

Wie wird das Geld aus dem Finanzpaket für Kitas verwendet?

Das Geld aus der Einmalzahlung ist für keinen bestimmten Zweck bestimmt. Es wird im Sinne des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) verwendet. Das Gesetz regelt die Finanzierung und rechtliche Situation der Kindertagesbetreuung in Kitas und Kindertagespflege. Das Gesetz legt fest, wie viel die Träger der Einrichtungen pro Kind bekommen. Die Kitas können das Geld im derzeitigen Kita-Jahr (2017/18) oder im nächsten Kita-Jahr (2018/19) verwenden.

Laut Lünens Stadtsprecherin Julia Schmidt gehe es nicht darum, neue Kita-Plätze zu schaffen, sondern den "normalen Betrieb zu refinanzieren und den Standard zu erhalten."

 

Wie soll es nach der Einmalzahlung für die Kitas weitergehen?

Die Einmalzahlung sei nur der erste Schritt, kündigt das Ministerium an. Das Familienministerium zitiert dazu Familienminister Joachim Stamp in einer Pressemitteilung: "Wir werden nun in enger Zusammenarbeit mit den beteiligten Akteuren im Land beginnen, das Kinderbildungsgesetz zu reformieren und für eine dauerhaft auskömmliche Finanzierung der Kitas sorgen. Im dritten Schritt wollen wir die Qualität verbessern und im vierten Schritt geht es darum, Öffnungszeiten zu flexibilisieren.“

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