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Mariano Rajoy: Überlebenskünstler und Buhmann

Madrid. Der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy stand schon sehr häufig vor großen Hindernissen und schier unlösbaren Aufgaben. Mit der Auflehnung der Separatisten in Katalonien muss er nun aber „die größte Herausforderung der spanischen Demokratie“ bewältigen, wie die Zeitung „El País“ schrieb.

Mariano Rajoy: Überlebenskünstler und Buhmann

Der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy. Foto: Bernd von Jutrczenka

Der Richtersohn und gelernte Jurist ist ein „Überlebenskünstler“, politisch wurde er schon häufig totgesagt. Als Parteichef der konservativen Volkspartei (PP) erlitt der 62-Jährige 2008 eine bittere Wahlniederlage, in den eigenen Reihen wurden Forderungen nach seinem Rücktritt laut. Die Kritik ließ er an sich abprallen. Und nur drei Jahre später führte er die PP zum Wahlsieg.

Als Regierungschef führte der altbacken und bieder wirkende Mann Spanien dann aus der Wirtschaftskrise. Er überstand auch zahlreiche Korruptionsaffären. Die PP verlor anschließend zwar die absolute Mehrheit im Parlament. Rajoy verstand es aber, hinter den Kulissen geschickt Allianzen zu bilden. Nach einer zehnmonatigen Hängepartie wurde er im Herbst 2016 als Regierungschef wiedergewählt.

Nun soll der pragmatische Krisenmanager den Konflikt um Katalonien lösen. In der Region im Nordosten Spaniens gilt Rajoy allerdings mehr denn irgendwo sonst als Buhmann. Es war nämlich auf sein Betreiben, dass das Verfassungsgericht 2010 ein neues Autonomiestatut kippte, für das die Katalanen gestimmt hatten.

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