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Mehr Krankenhausärzte: Zahl der Pflegekräfte aber sinkt

Düsseldorf. Die Zahl der Krankenhausärzte ist in den vergangenen 25 Jahren in Nordrhein-Westfalen um 65 Prozent auf rund 36 400 gestiegen. Bei den Pflegekräften gab es in diesem Zeitraum bis 2016 hingegen eine leichte Abnahme auf rund 75 200 - 1400 weniger als 1991. Auf diese aktuellen Daten des Statistischen Bundesamts machte die Deutsche Stiftung Patientenschutz aufmerksam. „Die Schere zwischen Ärzten und Pflegekräften in Kliniken muss endlich kleiner werden“, sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch der Deutschen Presse-Agentur. „Die Pflege fährt auf der letzten Rille.“

Die Zahl der Patienten pro Jahr in den Kliniken stieg laut Statistischen Bundesamt in NRW seit 1991 von rund 3,5 auf rund 4,6 Millionen. Die Zahl der Ärzte erhöhte sich von rund 22 100 auf 36 400. Die Zahl der Pfleger sank dagegen leicht von 76 600 auf 75 200.

Brysch sagte, immer mehr Patienten seien alt, chronisch krank und pflegebedürftig. „Obwohl viele mehr Hilfe, Zuwendung und Pflege brauchen, werden diese Patienten aber immer schneller entlassen.“ Eine neue Bundesregierung müsse eine deutschlandweit verbindliche Personaluntergrenze für Pflegekräfte auf allen Stationen in Krankenhäusern einführen. Bisher hätten die Kliniken und die Gesundheitsminister von Bund und Ländern den demografischen Wandel ignoriert, kritisierte der Stiftungsvorstand. Die Zahl der Pflegekräfte sei über Jahrzehnte systematisch abgebaut worden.

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