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„Meisterliches Manchester City“ macht Sané Spaß

Manchester. Mit dem 7:2-Torfestival setzt Man City ein Ausrufezeichen in der Premier League. Die Presse ist voll des Lobes. Liverpool-Trainer Jürgen Klopp ärgert sich derweil über das defensive Man United. Arsenal und Meister Chelsea kassieren ärgerliche Auswärtspleiten.

„Meisterliches Manchester City“ macht Sané Spaß

Leroy Sané von Manchester City zeigte beim 7:2-Sieg gegen Stoke City eine ansprechende Leistung. Foto: Nick Potts

Torfestival, Tabellenführung - was die englischen Medien zu Lobeshymnen treibt, ist für Pep Guardiola kein Anlass zur Euphorie. „Man kann immer noch besser spielen“, sagte der Spanier, obwohl er mit Manchester City gerade Stoke City spektakulär mit 7:2 (3:1) deklassiert hatte.

Immerhin räumte er ein: „Aber ich kann nicht abstreiten, dass das heute über weite Strecken die beste Leistung war, seit ich hier bin.“ Das konnte ein genervter Jürgen Klopp vom FC Liverpool nicht behaupten.

In britischen Medien wird Tabellenführer Man City vor allem für einen Mittelfeldspieler gefeiert: „Kevin De Bruyne orchestrierte ein meisterliches Manchester City“, schrieb die Zeitung „The Independent“. Der Ex-Wolfsburger habe „eine Vorstellung feinster Schönheit gezeigt“, schwärmte „The Telegraph“. De Bruyne, der mit stehenden Ovationen gefeiert wurde, blieb bescheiden. „Wir haben gerade einen Lauf, wir spielen gut. Nicht nur ich“, sagte er.

Der Ausfall des verletzten Stürmers Sergio Agüero fiel nicht auf, weil ganze sechs Spieler für City trafen, darunter auch der deutsche Nationalspieler Leroy Sané, der anschließend twitterte: „Es macht so viel Spaß, für dieses Team zu spielen.“ Später postete Sané noch ein Foto vom Handschlag mit seinem früheren Schalker Mannschaftskollegen Eric Maxim Choupo-Moting, jetzt bei Stoke, und schrieb: „Schön dich zu sehen“. Choupo-Moting empfand es wegen der Niederlage womöglich anders.

Ein anderer Ex-Schalker hätte in Liverpool zum Matchwinner werden können. Joel Matip zog im Spiel gegen Manchester United am Samstag aus kurzer Distanz ab, doch United-Keeper David De Gea parierte mit einem Blitzreflex. Die Partie gegen den defensiv eingestellten Rekordmeister endete 0:0, wie schon vor fast genau einem Jahr. „Sie wollten einen Punkt, wir wollten drei“, resümierte Liverpool-Coach Klopp, „deswegen sind sie zufrieden und wir nicht.“

Der frühere BVB-Trainer ärgerte sich über die Abwehrtaktik von José Mourinho. „Ich bin mir sicher, wenn wir so spielen würden, das kann man in Liverpool nicht bringen“, sagte Klopp. „Aber für Man United ist es offenbar okay.“ Trotz Tabellenplatz acht und neun Punkten Rückstand auf die Spitze gab sich Klopp optimistisch: „Die Leistung gibt mir genug Gründe positiv zu bleiben, absolut.“

Eine Rarität erlebten Arsenal-Fans, die zum Auswärtsspiel ins etwa 30 Kilometer nordwestlich von London gelegene Watford gefahren waren: das erste Liga-Tor von Weltmeister Per Mertesacker seit fast vier Jahren. Trotzdem verlor Arsenal ohne Alexis Sanchez nach Führung noch 1:2 (1:0). Der Ausgleich per Foulelfmeter sei zwar ein „Weckruf“ gewesen, erklärte Mertesacker später, „aber er war nicht laut genug“. In der zweiten Minute der Nachspielzeit wurde Arsenal mit dem zweiten Gegentor bestraft. Trainer Arsène Wenger gab zu, seinem Team habe „der Killer-Instinkt“ gefehlt.

Ähnlich schlecht wie für Arsenal, nur noch peinlicher, lief es für Meister FC Chelsea. Beim punktlosen Tabellenletzten Crystal Palace, der in sieben Spielen zuvor kein Tor erzielt hatte, blamierten sich die verletzungsgeschwächten Blues mit 1:2 (1:2). „Ich werde heute kaum schlafen können“, offenbarte Chelsea-Coach Antonio Conte danach. Den Siegtreffer für Palace hatte Wilfried Zaha erzielt, der nach überstandener Verletzung sein erstes Saisonspiel machte.

Ein enttäuschender Samstag war es auch für Aufsteiger Huddersfield Town, der bei Swansea City mit 0:2 (0:1) verlor. Coach David Wagner, der mit den Terriers nun seit sechs Spielen auf einen Sieg wartet, sprach von vielen „unglücklichen Situationen“. Er kündigte an: „Wir werden unsere Lehren daraus ziehen und müssen das besser machen.“

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