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Ministerin: Englisch-Unterricht an NRW-Grundschulen prüfen

Düsseldorf. Nach immer wieder aufkeimender Kritik am Englisch-Unterricht an Grundschulen in NRW will Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) die Rahmenbedingungen überprüfen. Zu klären sei, ob es Probleme bei der Umsetzung der Lehrpläne gebe und ob diese überhaupt noch zielführend genug seien, sagte die Ministerin am Donnerstag im Düsseldorfer Landtag. Es solle auch untersucht werden, ob sich die Erwartungen tatsächlich erfüllt hätten, die man 2003 in den frühen Englisch-Start schon in der Primarstufe gesetzt habe.

Ministerin: Englisch-Unterricht an NRW-Grundschulen prüfen

Schulministerin Yvonne Gebauer verfolgt im Landtag die Debatte. Foto: Federico Gambarini/Archiv

Damals waren zwei Wochenstunden zunächst in der dritten und vierten Klasse in NRW eingeführt worden, später schon ab der zweiten Hälfte des ersten Schuljahrs. Die kindliche Neugier und Lernbegeisterung sollte genutzt werden für das erste Erlernen einer Fremdsprache. Der Antrag der AfD, Englisch in den Grundschulen ersatzlos zu streichen, gehe aber deutlich zu weit, sagte Gebauer.

Die AfD will die deutsche Sprache und mathematische Kenntnisse stärker fördern und dafür Englisch aus der Primarstufe verbannen. Deutsch müsse auch intensiviert werden, weil viele Kinder aus Migrantenfamilien in den Klassen unterrichtet würden. Die SPD betonte, im Herzen Europas sei das frühe Erlernen der englischen Sprache wichtig. Es müsse aber bundesweit einheitliche Standards geben, NRW solle dafür Motor sein. Die CDU nannte den AfD-Antrag rückwärtsgewandt.

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