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Mord von 1991: Staatsanwalt fordert lebenslänglich

Bonn. Im Bonner Prozess um einen mehr als 26 Jahre zurückliegenden Mord an einer Frau hat die Staatsanwaltschaft eine lebenslange Haft für den Angeklagten gefordert. Der Verteidiger des 52-Jährigen formulierte in seinem Plädoyer am Dienstag vor dem Landgericht dagegen kein konkretes Strafmaß. Sein Mandant wolle jedes Urteil annehmen. Er wolle mit dem dunklen Kapitel abschließen.

Mord von 1991: Staatsanwalt fordert lebenslänglich

Paragrafen-Symbole am Eingang zum Landgericht in Bonn. Foto: Oliver Berg/Archiv

Der 52-Jährige hatte die Tat in diesem Jahr überraschend und aus freien Stücken eingeräumt - zunächst bei der Polizei, später auch vor Gericht. Dem Deutschen wird vorgeworfen, am 11. November 1991 eine 38 Jahre alte Frau in ihrem Haus überfallen, gefesselt und erstochen zu haben. Damals hatte die Polizei keinen Täter ermitteln können.

Vor Gericht gab der Mann an, er habe seit seiner Jugend Gewaltfantasien gespürt. Bei der Frau soll es sich um ein Zufallsopfer gehandelt haben. Die Bluttat als Student habe er nie vergessen können, er wolle diese Last endlich loswerden.

„Ich weiß nicht, wie es zu dem Wahnsinn gekommen ist“, sagte er am Dienstag. Er bereue die Tat und hoffe, dass die Zukunft dem Mann und der Tochter der Toten noch etwas Positives bringen werde - auch wenn der Prozess erst so spät stattgefunden habe.

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