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NRW feiert 500 Jahre Reformation

Bonn. Ein denkbar runder Gedenktag: Vor 500 Jahren begann mit dem Thesenanschlag von Wittenberg die Reformation. Die größte Reformationsfeier steigt jedoch nicht in Sachsen-Anhalt, sondern in NRW.

NRW feiert 500 Jahre Reformation

Das Lutherdenkmal in Sachsen-Anhalt. Foto: Hendrik Schmidt/Archiv

Auch Nordrhein-Westfalen steht heute im Zeichen des Gedenkens an die Reformation vor 500 Jahren. Mit dem Anschlag der 95 Thesen an die Tür der Wittenberger Schlosskirche hatte Martin Luther 1517 - ungewollt - die Spaltung der christlichen Kirche eingeleitet. Einmalig ist der Reformationstag in diesem Jahr Feiertag in NRW.

Am Vormittag gibt es zunächst einen Festgottesdienst der evangelischen Landeskirchen in Soest, an dem auch Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) teilnimmt. Der Gottesdienst mit einer Predigt der westfälischen Präses Annette Kurschus wird live im WDR-Fernsehen übertragen.

Am Abend folgt in Bonn die „Große Reformationsgala“ der evangelischen Kirchen - nach Veranstalterangaben mit 5000 Besuchern die bundesweit größte Reformationsfeier. Moderiert wird die Veranstaltung von Kabarettist Eckart von Hirschhausen, zu den Gästen zählen Fußballtrainer Heiko Herrlich und Modedesigner Harald Glööckler. Ab 21.00 Uhr wird die Gala im WDR-Fernsehen übertragen.

Ministerpräsident Laschet teilte vorab in Düsseldorf mit, für ihn gehöre die Übersetzung der Bibel ins Deutsche durch Luther zum wichtigsten Erbe der Reformation. Er begrüße es, dass die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) das Reformationsjubiläum als Christusfest begehe und dadurch ein gemeinsames Erinnern mit der katholischen Kirche ermögliche. „Die Evangelische Kirche hat im Rahmen der Jubiläumsfeiern auch die Schattenseiten der Reformation nicht ausgespart und sich dabei noch einmal deutlich von problematischen Haltungen der Reformatoren gegenüber dem Judentum distanziert“, sagte Laschet. Auch dafür sei er dankbar.

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