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Fußball: Bundesliga

Nagelsmann will keine Debatte um Videobeweis

Wolfsburg Kaum ein Bundesliga-Spieltag ohne Diskussionen um den in dieser Saison neu eingeführten Videobeweis. Auch beim 1:1 zwischen dem VfL Wolfsburg gegen 1899 Hoffenheim gab es eine Panne. Dennoch wollen beide Trainer die Neuerung nicht missen, auch wenn es Ärger um und über das technische Hilfsmittel gibt.

Nagelsmann will keine Debatte um Videobeweis

Die Szene des Anstoßes: Divock Origi (l.) und Stefan Posch (M.) gehen zu Boden, Schiedsrichter Felix Zwayer pfeift Elfmeter - und bleibt auch nach dem Studium der TV-Bilder bei seiner Entscheidung. Foto: dpa

Julian Nagelsmann war auch noch lange nach Spielende außer sich. „Unfassbar“, wütete der Trainer von 1899 Hoffenheim nach dem 1:1 (0:0) am Sonntagabend beim VfL Wolfsburg über eine neuerliche Panne beim zur dieser Saison in der Fußball-Bundesliga neu eingeführten Videobeweis. Die hatte diesmal Felix Zwayer zu verantworten. Der Schiedsrichter aus Berlin hatte in der neunten Minute Foulelfmeter für Wolfsburg gepfiffen, weil er ein Foul von Hoffenheims Stefan Posch an Divock Origi gesehen hatte. Dabei war es wohl eher ein Stürmerfoul des Wolfsburgers.

Zwayer bleibt bei seiner Entscheidung

Das Kuriose an der Szene war, dass sich Zwayer die Situation selbst am Spielfeldrand noch einmal auf einem Bildschirm ansah und bei seiner Entscheidung blieb. „Unfassbar“, wiederholte Nagelsmann später kopfschüttelnd, „dass man sich das anguckt und ihn trotzdem gibt. Origi fällt ja eher auf meinen Spieler drauf.“

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Selbst dadurch, dass sein Keeper Oliver Baumann den Strafstoß von Maximilian Arnold hielt, ließ sich Nagelsmann am Spielfeldrand kaum beruhigen. Selbst Wolfsburgs Coach Martin Schmidt schien Nagelsmanns Sichtweise verstehen zu können. „Vielleicht war es sein Gerechtigkeitswillen“, meinte Schmidt zu Arnolds Fehlschuss. Jedenfalls sorgten Arnold und Baumann im Duett für mehr Gerechtigkeit als der eigentlich zu diesem Zweck eingeführte Videobeweis.

Elfmeter für Spielverlauf nicht entscheidend

Sowohl Nagelsmann als auch Schmidt wollen den neue Instrument dennoch nicht missen. „Das war die Entscheidung eines Menschen, und Menschen machen Fehler“, sagte Nagelsmann nachsichtig. Dies mag freilich auch an der letztlich nicht spielentscheidenden Bedeutung des Szene gelegen haben. Hoffenheims Offensivspieler Kerem Demirbay machte es in der 72. Minute besser als Arnold uns verwandelte einen - berechtigten - Foulelfmeter. Wolfsburgs Felix Uduokhai köpfte in der Nachspielzeit zum verdienten Ausgleich. Für den Spielverlauf war Zwayers erster Elfmeterpfiff und Arnolds Fehlschuss somit nicht entscheidend.

Unabhängig davon präsentierte sich Nagelsmann grundsätzlich als Fan des Videobeweises. „Der größere Prozentsatz hat einfach zu gerechteren Situationen geführt, deshalb bin ich absolut für den Videobeweis“, sagte Nagelsmann und Schmidt stimmte zu: „Das ist eine gute Sache. Weiter so, die werden immer besser. Das wird für mehr Gerechtigkeit sorgen.“

Von dpa

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