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Caritas-Werkstätten bauen in Nordkirchen an

Neubau schafft Platz für zwölf Menschen mit Behinderungen

Nordkirchen Die Caritas-Werkstätten haben am Freitag Richtfest gefeiert. Der Rohbau des neuen Gebäudes steht. Darin will die Einrichtung Platz schaffen für Menschen mit besonderen Bedürfnissen.

Neubau schafft Platz für zwölf Menschen mit Behinderungen

Zimmermann Egon Beumer (l.) nahm Johannes Böcker, Vorstand des Caritasverbandes, in die Pflicht: Böcker sollte den letzten Nagel in den Dachstuhl schlagen. Der Zimmermann half mit Ratschlägen und Schnaps. Foto: Foto: Karim Laouari

Die Caritas-Werkstätten bauen an: Zwölf neue Plätze für Menschen mit schweren und mehrfachen Behinderungen schafft die Einrichtung zurzeit südlich der bestehenden Gebäude. Am Freitag feierten Vertreter des Caritas-Kreisverbandes, der Caritaswerkstätten und zahlreiche Gäste Richtfest.

Der neue Anbau soll Menschen mit schweren Behinderungen besser bei ihrer Arbeit unterstützen, erklärte Caritas-Kreisvorstand Johannes Böcker. Die Zahl der Menschen mit schweren Behinderungen nehme zu, so Böcker weiter. Daher auch der Bedarf der Einrichtung nach zusätzlichen Plätzen. Aktuell stehen den Caritas-Werkstätten in Nordkirchen 32 solcher Plätze zur Verfügung, mit dem Neubau werden es dann 44 sein. Insgesamt arbeiten 270 Menschen in der Einrichtung an der Mühlenstraße.

Lange Planung

„Eine lange Planung“ sei dem Neubau vorausgegangen, erklärt der Caritas-Vorstand. Eigentlich hätte der Anbau bereits im Spätsommer dieses Jahres fertig sein sollen, allerdings hätten Verzögerungen bei der Baugenehmigung den Zeitplan nach hinten verschoben. In zwei bis drei Wochen soll das Dach fertig sein. Im neuen Jahr soll der Neubau dann an das bestehende Gebäude angeschlossen werden. Rund 900.000 Euro wird der Neubau kosten.

Wenn alles fertig ist, wird das neue Gebäude auf rund 370 Quadratmetern pflegebedürftigen Menschen unter anderem Aufenthalts- und Ruheräume, aber auch Werkräume bieten. Neben Karten und Filzarbeiten werden die Menschen mit Behinderung spezielle Arbeiten übernehmen – „alles, was mit ihre Mitteln herstellbar ist“, wie Johannes Böcker im Gespräch mit den Ruhr Nachrichten erklärte.

Letzter Nagel versenkt

Jetzt ist zunächst einmal der Rohbau fertig und am Freitag lag es in den Händen von Johannes Böcker, den letzten Nagel in den Dachstuhl zu schlagen. Eins, zwei, drei und letztlich deutlich mehr als zehn Schläge waren nötig, um den Nagel im Dachbalken zu versenken. Zimmermann Egon Beumer aus Rosendahl unterstützte den Caritas-Vorstand mit Ratschlägen und – so will es die Tradition – auch mit Schnaps.

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