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Unterrichts- und Arbeitsräume benötigt

Nordkirchener Gesamtschule braucht bald mehr Platz

Nordkirchen Die Johann-Conrad-Schlaun-Gesamtschule hat fast 1000 Schüler. Kein Wunder, dass sie räumlich langsam an ihre Grenzen stößt. Die Nordkirchener Politiker, also potenzielle Entscheider für Investitionen, kennen jetzt Details.

Nordkirchener Gesamtschule braucht bald mehr Platz

Die Johann-Conrad-Schlaun-Gesamtschule stößt derzeit räumlich an ihre Grenzen. Foto: Arndt Brede

Die Johann-Conrad-Schlaun-Schule (JCS) bleibt weiter beliebt bei Eltern in Nordkirchen und Umgebung. Diese Kernbotschaft teilte Schulleiter Ulrich Vomhof dem Ausschuss für Familie, Schule, Sport und Kultur mit. Auf Wunsch der Grünen-Fraktion gab Vomhof eine aktuelle Wasserstandsmeldung zur Nordkirchener Gesamtschule.

Etwa 960 Schülerinnen und Schüler besuchen die JCS zurzeit, so Vomhof. Davon seien 86 zurzeit in der EF (Einführungsphase), der früheren Jahrgangsstufe 11. Wie groß die Nachfrage – aus Nordkirchen und den Nachbarkommunen – ist, habe sich bei den insgesamt sechs Infoveranstaltungen gezeigt, die die Gesamtschule zuletzt veranstaltete, so Ulrich Vomhof. „Mit diesen Veranstaltungen haben wir ungefähr 400 Leute erreicht“, fügt er hinzu. Davon viele Familie aus Selm, Herbern und Werne. Ebenfalls großen Zulauf habe der Tag der offenen Tür an der Gesamtschule erzeugt (RN berichteten). Daraus resultierend rechnet der Schulleiter wieder mit vielen Anmeldungen für die Sekundarstufe I im kommenden Schuljahr.

Spielraum für Familien

Um den Familien einen größtmöglichen Spielraum für die Anmeldung ihrer Kinder zu geben, bietet die Gesamtschule für das kommende Schuljahr wieder das vorgezogene Anmeldeverfahren an. Die Anmeldung wird am 2. Februar (Freitag) um 14 Uhr beginnen und am 7. Februar (Mittwoch) um 12 Uhr enden.

Damit will die Gesamtschule den Familien, deren Kinder keinen Platz an der JCS bekommen haben, ermöglichen, das reguläre Anmeldeverfahren der anderen weiterführenden Schulen im Umkreis nutzen zu können, so Vomhof.

Digitalisierung

Wie sich der Unterricht in der JCS entwickeln wird: Wie in vielen anderen Bereichen auch, steht das Stichwort Digitalisierung ganz oben, wenn es darum geht, wie sich der Unterricht in der nächsten Zeit weiterentwickeln wird. Andere Schulen, an denen Tablets und Laptops bereits zum Standard-Unterrichtsmaterial gehören, machen es vor. Ulrich Vomhof macht allerdings deutlich, dass die Ausstattung noch keinen Unterschied mache. Den mache erst der Unterricht. Seine Zielrichtung: Die Geräte müssen sinnvoll in den Unterricht integriert werden.

So will es auch das Land: Schulen sollen digitale Kompetenzen vermitteln. Dabei helfe, so der Schulleiter, ganz grundsätzlich, dass mit einem flächendeckenden Glasfasernetz in Nordkirchen bereits die nötige Infrastruktur für die Arbeit mit dem Internet geschaffen wird.

Klassen ausgelagert

Welche Aufgaben sich für Schule, Gemeinde und Politik daraus entwickeln: Eins macht der Schulleiter gleich zu Beginn deutlich: Als Forderungen sollten die Ausschussmitglieder seine Ausführungen nicht verstehen. Es solle aber deutlich werden, welche Aufgaben sich zurzeit für die Schule ergeben. So stoße man räumlich langsam an Grenzen. Das beziehe sich einerseits auf Unterrichtsräume. Schon jetzt sind Klassen ins Bürgerhaus und in das Altenhilfezentrum ausgelagert. Zum anderen beziehe sich der Platzbedarf auf Arbeitsräume für Referendare und Praktikanten, von denen die Gesamtschule jeweils zehn bis zwölf zur selben Zeit beschäftigt habe, so Vomhof. Auch die Anforderungen beim Thema Inklusion seien völlig andere als noch vor über 20 Jahren beim Bau der Schule.

Vor allem also beim Raumangebot sieht Ulrich Vomhof am ehesten den Bedarf, Geld zu investieren.

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