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Planetarium für unterwegs

Nordkirchener Grundschüler im All

Nordkirchen Die Helden von „Star Wars“ kennen sie alle, anders als die Sternbilder über ihren Köpfen. Das ändert sich jetzt für die Grundschüler – dank einer rätselhaften, blauen Kugel.

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Der Projektor trägt die Zuschauer in unendliche Weiten.

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Nicht nur die Kinder, auch Lehrerionnen, die Vertreter der Fördervereine der Grndschulstandorte und der drei Standorte der Sparkasse Westmünsterland waren fasziniert.

Foto: Sylvia vom Hofe

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Der Projektor trägt die Zuschauer in unendliche Weiten.

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Nicht nur die Kinder, auch Lehrerionnen, die Vertreter der Fördervereine der Grndschulstandorte und der drei Standorte der Sparkasse Westmünsterland waren fasziniert.

Foto: Sylvia vom Hofe

Noahs Lieblingsplanet ist der Mars. „Weil der so schön rot ist“, sagt der Drittklässler. Und weil der Junge hofft, dass es bald einen bemannten Flug dorthin geben wird. Die ein Jahr jüngere Joy ist davon überzeugt, dass es auch ganz ohne Menschen in Raketen Leben im Weltraum gibt: „Irgendwo bestimmt.“ Alle Kinder der Mauritius-Grundschule sprechen an diesem Donnerstagmorgen mit strahlenden Augen von Sonne, Mond und Sternen. Das hat mit einem seltsamen, blauen Kugelzelt zu tun. Unter dem 4,75 Meter hohen Rund, das einen Durchmesser von 7,30 Meter hat, verbirgt sich nicht weniger als das ganze Weltall.

Für alle drei Ortsteile

Der Herr der blauen Kugel ist Tilo Hohenschläger (44). „Ich bin Astrophysiker“, sagt er. „Und das“, er zeigt hinter sich, „ist unser mobiles Planetarium“. Damit sind er und sein Kollege in ganz Deutschland unterwegs, um Kitakinder, Grundschulkinder und Jugendliche für die unendlichen Weiten des Alls zu begeistern. Am Donnerstag war er zu Besuch in Nordkirchen, an diesem Freitag in Südkirchen, wo auch die Kinder aus Capelle in der Zeltkuppel über schwarze Löcher, Sternschnuppen und Supernovas staunen können.

Schulfach Astronomie

„Im Sachkundeunterricht geht es regelmäßig auch um Astronomie“, sagt Angela Tönnis, die Leiterin der Mauritius-Grundschule. „Wir haben aber keine Spezialisten wie Tilo Hohenschläger.“ Und erst Recht kein festes Unterrichtsfach, wie der es während seiner eigenen Schulzeit in Thüringen erlebt hat. „Das hatte mich damals schon gefesselt.“ Seinen Berufsweg hatte es aber erst einmal nicht geprägt. „Ich habe nach der Schule eine Ausbildung zum Krankenpfleger gemacht“, erzählt Hohenschläger, nachdem er gerade 42 Nordkirchener Viertklässler wieder von einem virtuellen Raumflug auf die Erde abgesetzt hat. 20 Jahre lang habe er in dem Beruf gearbeitet: in London.

Studium in Canterbury

„Dann beschloss ich, noch einmal, etwas Neues zu machen“: ein Master-Studium in Physik in Canterbury mit Schwerpunkt Astronomie, Weltraumwissenschaften und Astrophysik. Er hätte danach in der Hochschule bleiben können, entschied sich aber für das aufblasbare, blaue Kuppelzelt. Zusammen mit einem Partner hatte er vor sieben Jahren die Gesellschaft Fulldomedia gegründet und ist seitdem mit der aufblasbaren 360-Grad-Projektionsfläche unterwegs.

„Ich wusste gar nicht, dass es so etwas gibt“, sagt Angela Tönnis. Als sie einen Werbebrief von Hohenschläger erhielt, muss das so etwas wie ein unerwarteter Sternschnuppenregen gewesen sein: „ein echter Glücksfall.“ Sie selbst sei schon als Kind Stammgast im Planetarium Recklinghausen gewesen. „Mein Vater fuhr mit mir dorthin.“ Jetzt ihren Schülern die Faszination nahe zu bringen, ohne dafür eine lange Busfahrt machen zu müssen, „ist großartig“.

Sponsoren machen es möglich

Nicole Zombik, die Leiterin des Grundschulverbundes mit den Standorten in Südkirchen und Capelle, war von der Idee ebenso begeistert, genauso wie die Vertreter der Fördervereine und der örtlichen Sparkasse Westmünsterland. „Dank der finanziellen Unterstützung ist es möglich, dass für die Eltern keine Extra-Kosten entstehen“, so Tönnis. Die 4,50 Euro pro Kind und Vorstellung werden gesponsert: ein kleiner Betrag für eine Eintrittskarte in die unermesslichen Weiten des Alls – und vielleicht für eine lebenslange Begeisterung für Planeten und Sonnen, wie Tilo Hohenschläger sie hat.

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Der Projektor trägt die Zuschauer in unendliche Weiten.

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Nicht nur die Kinder, auch Lehrerionnen, die Vertreter der Fördervereine der Grndschulstandorte und der drei Standorte der Sparkasse Westmünsterland waren fasziniert.

Foto: Sylvia vom Hofe

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Der Projektor trägt die Zuschauer in unendliche Weiten.

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Nicht nur die Kinder, auch Lehrerionnen, die Vertreter der Fördervereine der Grndschulstandorte und der drei Standorte der Sparkasse Westmünsterland waren fasziniert.

Foto: Sylvia vom Hofe

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