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Ohne Fahne und Hymne: Israels Judokas treten trotzdem an

Abu Dhabi. Israels Judokas dürfen beim anstehenden Grand Slam in Abu Dhabi keine Landessymbole wie eine Flagge auf ihren Anzügen tragen.

Ohne Fahne und Hymne: Israels Judokas treten trotzdem an

Beim anstehenden Grand Slam in Abu Dhabi müssen die israelischen Athleten auf Fahne und Hymne verzichten. Foto: Orlando Barria

Auch die Nationalhymne werde im Falle eines Sieges eines israelischen Sportlers nicht gespielt, teilte Israels Judo-Verband vor dem Wettkampf in den Vereinigten Arabischen Emiraten mit. Das hätten die Veranstalter den Sportlern aus Israel verboten. Dennoch will die Delegation um die deutsche Olympiasiegerin und Frauen-Bundestrainerin Yvonne Bönisch antreten.

„Es ist leider nicht das erste Mal, dass wir ohne Flagge antreten müssen, wir kennen das schon. Wir sagen unseren SportlerInnen, dass sie nicht als BotschafterInnen Israels, sondern als Judoka auf die Matte gehen müssen“, sagte Bundestrainer Schani Herschko nach Verbandsangaben. Auch bei der Einreise des Teams über die Türkei gab es Probleme, da zunächst keine Bestätigung für eine Einreisegenehmigung vorlag.

Der internationale Judo-Verband IJF wollte sich auf Anfrage nicht zu dem Verbot äußern. Nach Angaben des israelischen Verbandes schickte Weltverbandspräsident Marius Vizer jedoch ein Dringlichkeitsschreiben an die Veranstalter und forderte darin, alle Delegationen ohne Ausnahme gleich zu behandeln. Der Grand Slam in Abu Dhabi ist nach WM und EM einer der wichtigsten Judo-Wettkämpfe des Jahres.

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