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In 2018

Rewe will mehr als zwei Milliarden Euro investieren

KÖLN Amazon im Internet, Aldi und Lidl auf den Straßen: Der Handelsriese Rewe sieht sich vor großen Herausforderungen, will diese aber annehmen und antwortet darauf mit Milliardeninvestitionen. Unter anderem soll das Angebot modernisiert werden. Doch das dürfte Spuren in der Bilanz hinterlassen.

Rewe will mehr als zwei Milliarden Euro investieren

ARCHIV - Ein Kunde geht am 13.02.2012 in Köln (Nordrhein-Westfalen) in einem Rewe-Supermarkt mit einem Einkaufskorb am Kühlregal entlang. Die Handelsgruppe Rewe will im kommenden Jahr mehr als zwei Milliarden Euro in die Modernisierung ihres Angebots und die Qualifikation der Mitarbeiter investieren. (zu dpa "Rewe will 2018 mehr als zwei Milliarden Euro investieren" am 14.10.2017) Foto: Oliver Berg/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Verwendung weltweit

Die Handelsgruppe Rewe will im kommenden Jahr mehr als zwei Milliarden Euro in die Modernisierung ihres Angebots und die Qualifikation der Mitarbeiter investieren. Der Handelsriese reagiere damit auf die großen Herausforderungen in der Branche, sagte der neue Rewe-Chef Lionel Souque dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Samstag). Dazu gehörten nicht nur der Verdrängungswettbewerb durch Aldi und Lidl, sondern auch der demografische Wandel und die wachsende Konkurrenz aus dem Internet.

Im Online-Handel sieht Souque nicht nur Amazon als Konkurrenten für Rewe, sondern auch die Lebensmittel-Lieferdienste wie Foodora und Lieferando. „Wenn jemand dort eine Pizza bestellt, kauft er sie nicht mehr bei Rewe ein.“ Durch die Investitionsoffensive will Souque den Kunden mehr frische Produkte, mehr Beratung und mehr regionale Produkte anbieten. Auch Gastronomie-Angebote wie Sushi sollen eine größere Rolle spielen.

Belastung des Ergebnisses

Das hat allerdings seinen Preis. Die hohen Investitionen dürften das Ergebnis belasten. „Unser Gewinn war in den vergangenen Jahren mit etwa 500 Millionen Euro immer relativ stabil. Dieses Jahr wird es etwas schlechter sein und nächstes Jahr wird auch nicht viel besser“, sagte Souque. Dabei laufen die Geschäfte eigentlich gut. „In den Supermärkten liegen wir fünf Prozent über dem Vorjahr, bei Penny drei Prozent. Das ist besser als bei den meisten Konkurrenten“, sagte der 46-Jährige.

Sehr ernst nimmt Souque, der seit etwas mehr als 100 Tagen Vorstandsvorsitzender des Kölner Handelskonzerns ist, die Herausforderung durch den Internetgiganten Amazon. Doch habe Rewe durchaus Chancen sich gegen den US-Konzern zu behaupten. „Technologisch werden wir nie besser sein als Amazon, aber bei frischen Lebensmitteln haben wir deutlich mehr Erfahrung und Kompetenz.“

Lebensmittellieferung nicht so einfach

Auch Amazon habe inzwischen gemerkt, dass die Lebensmittellieferung nicht so einfach seit, meinte der Rewe-Chef. Selbst in den USA und in Großbritannien halte sich Amazons Erfolg in diesem Bereich bislang in Grenzen. Der Rewe-Chef räumte gleichzeitig ein: „Auch wir machen keinen Gewinn mit unserem Lieferservice und werden das über Jahre nicht tun.“ Doch seien solche Online-Angebote inzwischen ein wichtiger Service, den die Kunden erwarteten. 

Von dpa

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