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„Richtig beschissen“: 1. FC Nürnberg im Tief

Nürnberg. Nun hat der 1. FC Nürnberg zwei quälend lange Wochen zum Grübeln. Warum läuft es nicht mehr? Der FC Ingolstadt hat dagegen beste Laune. Die Schanzer wollen den Sturm in die Spitze fortsetzen.

„Richtig beschissen“: 1. FC Nürnberg im Tief

Die Nürnberger verloren mit 1:2 gegen Ingolstadt. Foto: Daniel Karmann

Den Nürnbergern tat der nächste Rückschlag vor der Länderspielpause so richtig weh, bei den Ingolstädtern ist die Lust auf einen Spitzenplatz endgültig ausgebrochen.

„Wir werden immer besser, wir sind in einer Aufholjagd. Keiner will gegen uns spielen“, konstatierte FC Ingolstadts Torwart Örjan Nyland nach dem wichtigen Auswärtssieg in der 2. Fußball-Bundesliga beim 1. FC Nürnberg.

Nach einem desaströsen Start feierten die von Coach Stefan Leitl wiederbelebten Schanzer durch das 2:1 (1:1) beim fränkischen Nachbarn den 13. Punkt aus den vergangenen fünf Spielen und kletterten in der Tabelle auf Position fünf. Nur noch zwei Zähler liegen sie hinter dem „Club“, dessen Aufstiegsambitionen empfindlich gedämpft wurden.

Dem FCN kann auch nicht gefallen, dass der Rückstand auf den ersten direkten Aufstiegsplatz schon satte sieben Zähler beträgt. Und die nächsten Herausforderungen haben es mit Holstein Kiel, Eintracht Braunschweig, SV Sandhausen und Fortuna Düsseldorf in sich. Der „Club“ wird also noch vor Weihnachten absehen, ob die Rückkehr in die deutsche Eliteklasse realistisch ist.

Trainer Michael Köllner hat zumindest öffentlich nicht die Sorge, dass seiner Mannschaft die Saison noch entgleiten könnte. „Nein, überhaupt nicht“, versicherte er. „Wir müssen schauen, dass wir das relativ schnell wieder in die richtige Richtung drehen.“

Dazu muss der neunmalige deutsche Meister in der Offensive wieder mehr Struktur und Entschlossenheit zeigen. Dringend müssen auch die individuellen Fehler abgestellt werden. „Die Niederlage tut weh, keine Frage“, sagte Köllner.

Die Laune bei den Ingolstädtern war nach dem vierten Pflichtspielsieg am Stück dagegen glänzend. „Wir haben richtig großes Selbstvertrauen, viele Spieler kommen zur Topform zurück“, sagte Abräumer Almog Cohen. „Wenn du unsere Qualität als Mannschaft siehst, haben wir eine Topmannschaft.“

An dem Aufschwung hat vor allem Leitl einen großen Anteil. Nach der Länderspielpause wird sich auch für den Absteiger abzeichnen, ob er noch weiter nach oben klettern kann. „Wir haben uns in den vergangenen Wochen stabilisiert, wir treten selbstbewusst auf, wir lassen bei einem Spitzenteam der Zweiten Liga kaum Torchancen zu“, zählte Leitl nach dem ersten Pflichtspielsieg gegen den FCN auf.

Auf die Frage, ob seine Mannschaft wieder ein echter Aufstiegskandidat sei, wollte der 40-Jährige aber lieber nicht konkret eingehen. „Wir nehmen jedes einzelne Spiel an, so wie es ist. Wir wollen bis zum Winter so viele Punkte wie möglich sammeln.“

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