Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.

Sturmtief weht in Westfalen viele Bäume um: Bahnstörungen

Essen. Vor allem Ostwestfalen hat das Sturmtief kräftig durchgewirbelt. Züge fielen aus. Straßen wurden gesperrt. Ein Flieger musste umdrehen.

Sturmtief weht in Westfalen viele Bäume um: Bahnstörungen

Sturmtief „Xavier“ hat für einige Verspätungen bei der Bahn gesorgt. Foto: Daniel Bockwoldt

Sturmtief „Xavier“ hat am Donnerstag in Westfalen für stundenlange Streckensperrungen bei der Bahn gesorgt. Bäume und Äste waren am Mittag auf Oberleitungen gestürzt und hatten den Verkehr unterbrochen. Es kam zu Verspätungen und Zugausfällen im Nah- und Fernverkehr. Besonders betroffen war der Raum Bielefeld, wie ein Bahnsprecher in Düsseldorf mitteilte.

Im Kreis Minden-Lübbecke zählte die Polizei insgesamt rund 50 Einsätze, zumeist wegen umgestürzter Bäume. Die Landesgartenschau in Bad Lippspringe wurde geschlossen. Der Dortmunder Westfalenpark blieb ebenfalls aus Sicherheitsgründen zu. Am Nachmittag hatte sich die Wetterlage wieder beruhigt. Von Verletzten wurde zunächst nichts bekannt.

Die Bahnstrecke zwischen Gütersloh und Brackwede wurde gesperrt. RE 6-Züge endeten in Rheda-Wiedenbrück oder Herford. Zeitweise gesperrt war auch die Strecke zwischen Schwelm und Hagen (S 8). In beiden Fällen setzte die Bahn Busse ein. Die stundenweise blockierten Strecken zwischen Dortmund-Kruckel und Dortmund-Barop (S 5), Marienheide und Meinerzhagen (RB 25) sowie Messinghausen und Brilon-Wald (RE 17) wurden bereits am frühen Nachmittag wieder freigegeben.

Das Sturmtief wütete vor allem in Norddeutschland. In Hamburg fiel ein Baum auf ein Auto und tötete einen Menschen. Die Bahn stellte den Zugbetrieb in Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Bremen und auch den S-Bahnverkehr in Hamburg bis auf weiteres ein. Auch auf den Fernverkehrsstrecken Berlin-Hannover und Berlin-Hamburg rollten zunächst keine Züge mehr. Ursache waren auf die Gleise oder in die Oberleitungen gewehte Bäume.

In Minden fiel ein Baum auf ein Auto. Bei Petershagen versperrten Bäume rund zwei Stunden die Bundesstraße 482. Die Bielefelder Feuerwehr zählte bis zum Nachmittag sturmbedingte 18 Einsätze, zumeist wegen umgestürzter Bäume oder abgeknickter Äste. In Bückeburg, wo der Deutsche Wetterdienst am Mittag mit 109 Stundenkilometern eine orkanartige Böe gemessen hatte, musste die Feuerwehr ebenfalls einen Baum von der Straße entfernen.

Am Flughafen Paderborn-Lippstadt konnte eine Maschine aus München sturmbedingt nicht landen. Weil sie auch nicht in Hannover landen konnte, sei sie zurückgeflogen nach München, sagte ein Flughafensprecher. In St. Augustin wurde ein Zirkuszelt umgeweht.

In Nordrhein-Westfalen blieb es außer in Bückeburg meist bei schweren Sturmböen. So registrierte der Deutsche Wetterdienst auf dem Kahlen Asten eine Böe mit 100 Stundenkilometern, in Haaren bei Paderborn eine mit 93 und in Warburg eine mit 90. Am Flughafen Köln/Bonn wurde ein 68 Stundenkilometer schneller Windstoß gemessen.

Für Freitag erwartete der Deutsche Wetterdienst „Schauer und Wind“. Vereinzelt könne es auch Gewitter geben, sagte die Meteorologin vom Dienst, Ulrike Zenkner, in Essen. Vor allem im Bergland seien auch stürmische Böen möglich. Die Temperaturen steigen auf bis zu 14 Grad.

Anzeige
Anzeige