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Terrence Malicks „Song to Song“ auf DVD und Blu-ray

Berlin. Stars wie Ryan Gosling, Michael Fassbender, Rooney Mara, Natalie Portman und Cate Blanchett lassen sich in Terrence Malicks Film durch die Musik-Stadt Austin treiben. Der Regisseur schenkt uns dazu Bilder von großer Schönheit.

Terrence Malicks „Song to Song“ auf DVD und Blu-ray

Faye (Rooney Mara), Cook (Michael Fassbender) und BV (Ryan Gosling) auf einer Party. Foto: studiocanal

Terrence Malick zählt zu den amerikanischen

Malick ist aber auch bekannt für eine 20 Jahre währende Schaffenspause, in der kein einziger Film entstand. In bald 45 Jahren hat der eigensinnige Regisseur nur sieben Spielfilme ins Kino gebracht. Sein achter, „Song to Song“, liegt nun bei studiocanal Home Entertainment auf DVD und Blu-ray vor. Dazu gibt es auch die letzten Malick-Filme „The Tree of Life“ (2011), „To the Wonder“ (2012) und „Knight of Cups“ (2015) in einer „Terrence Malick Collection Box“ fürs Heimkino.

In „Song to Song“ Malick nimmt den Zuschauer mit ins texanische Austin - eine für ihre vitale Musikszene bekannte Stadt. Michael Fassbender gibt hier einen ebenso attraktiven wie arroganten Musikmanager. Fassbender ist umringt von Frauen wie Natalie Portman, Rooney Mara oder Cate Blanchett.

In Malicks Vorgänger-Film „Knight of Cups“ (2015) war es ein
Christian Bale, der sich in Liebesabenteuer stürzen durfte. Nun ist es Fassbender. Sein Cook residiert in einer maßgeschneiderten, extraordinären Villa. Um den Musikproduzenten scharen sich die Frauen wie um einen Märchenprinzen. Vor allem von Faye (Mara) wird Cook
umgarnt. Die junge Musikerin hegt Hoffnungen auf einen
Plattenvertrag. Verliebt aber ist sie in einen Songschreiber (Ryan Gosling). Viel passiert nicht mit den Dreien in diesem Film, man lässt sich treiben, besucht Partys und Konzerte, fährt nach Mexiko.

Irgendwann gesellt sich noch Natalie Portman dazu. Wie in
Endlosschleife zeigt uns Malick schöne Häuser, schöne Menschen, schöne Interieurs, flankiert von Musik, die zwischen Elektronik und Klassik oszilliert. Über allem liegt ein zarter Schleier von Melancholie. So artifiziell „Song to Song“ anmutet, gibt es doch Momente, in denen man sich in einer Dokumentation wähnt: Hübsch sind die kurzen Überraschungs-Auftritte von Popgrößen wie den Red Hot
Chili Peppers, Iggy Pop, John Lydon und Patti Smith.

Nirgends im zeitgenössischen amerikanischen Film findet man so ausgesuchte, so wunderbar fotografierte Bilder wie im Kino des Terrence Malick. Auch wenn die Bilder in „Song to Song“ nicht ganz so atemberaubend sind wie in Malicks vielleicht schönstem Werk, „The Tree of Life“ von 2011, so kann man sich doch auch diesmal voll und ganz der Ästhetik seiner Bilder hingeben. Und darüber teils gar die Abwesenheit einer echten Geschichte vergessen.

Besonders beeindruckend diesmal: Die Kamera (erneut: Emmanuel Lubezki), die wie ein Schmetterling, der nicht recht weiß, wo er sich niederlassen soll, um die Protagonisten kreist. Das korrespondiert nicht nur schön mit der inneren Unruhe, dem Sich-Treiben-Lassen der Hauptfiguren. Die ziellose Kamera passt auch hervorragend zu einem Regisseur, der zu den letzten großen Sinn-Suchern des Weltkinos gehört. Stets, vor allem aber in seinen letzten vier Filmen, hat man bei Malick das Gefühl, dass er nach etwas sucht, einem tieferen,
hinter den hübschen Oberflächen verborgenen Sinn.

So berührend Malicks Spiritualität, sein besonderer Bezug zur Natur aber auch sind, wünscht man sich doch bisweilen eine
nachvollziehbare, eine linear erzählte Geschichte. Vor allem die Fans des frühen Malick („Badlands“) dürften sich daher wohl auf seinen nächsten Film freuen: In „Radegund“ soll es um die Geschichte des von den Nationalsozialisten hingerichteten und später selig gesprochenen
Landwirts Franz Jägerstätter gehen. Angekündigt sind Darsteller wie August Diehl, Bruno Ganz und Ulrich Matthes.

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