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Mutter und Sohn tot in Wohnung gefunden

Tötungsdelikt in Detmold: Nachbar saß schon in Haft

Detmold Eine junge Mutter und ihr Sohn wurden am Dienstag erstochen in der Wohnung eines Nachbarn gefunden. Doch von dem 53-Jährigen fehlt auch am zweiten Tag nach der grausamen Entdeckung jede Spur. Der Tatverdächtige saß bereits wegen versuchten Mordes jahrelang in Haft.

Tötungsdelikt in Detmold: Nachbar saß schon in Haft

In diesem Haus in Detmold wurden die Leichen von Mutter und Sohn gefunden.

Der Verdächtige sei bereits 2005 verurteilt worden und habe dann sechs Jahre in Haft gesessen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit. Auch am zweiten Tag nach dem Fund der Leichen am Montag fehlte zunächst jede Spur von dem 53 Jahre alten Nachbarn. „Bislang sind 25 Hinweise eingegangen, die nun geprüft werden“, sagte ein Polizeisprecher. Die Spurensicherung am Tatort sei fortgesetzt worden.

Durch Schnittwunden ums Leben gekommen

Die junge Frau und ihr sechsjähriger Sohn waren am Montagabend erstochen in der Wohnung des 53-Jährigen gefunden worden. Er wohnte nach Angaben der Polizei in demselben Mehrfamilienhaus wie die Opfer. Die Obduktion hatte ergeben, dass Mutter und Kind durch Stich- beziehungsweise Schnittverletzungen ums Leben kamen. Die Tatwaffe ist demnach wahrscheinlich ein Messer. Dieses sei aber noch nicht gefunden worden. Die Staatsanwaltschaft wertete die Tötung des Kindes als Mord und die der Mutter als Totschlag. Einen entsprechenden Haftbefehl werde er beantragen, sagte der ermittelnde Staatsanwalt.

Fahndung läuft auf Hochtouren

Mutter und Sohn in Detmold von Nachbar getötet?

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Die 16-köpfige Mordkommission fahndet mit Foto und Personenbeschreibung nach dem Tatverdächtigen. Demnach muss der 53-Jährige wegen einer früheren Verletzung eine abnehmbare Gipsschiene tragen. Zudem könne er einen dunkelgrauen Rucksack bei sich haben.

Ähnlichkeiten zum aktuellen Fall

Mutter und Kind waren laut Polizei erst vor wenigen Wochen in das Haus nahe der Innenstadt gezogen. Der mutmaßliche Täter und die Opfer sollen sich demnach gekannt haben. Zu einem möglichen Motiv machten die Ermittler keine Angaben.

Der 53-Jährige war laut Polizei 2005 wegen versuchten Mordes zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Nach sechs Jahren sei er vorzeitig entlassen worden. Die damalige Tat weise Ähnlichkeiten zu der jetzigen Tat auf. In beiden Fällen habe der Verdächtige „im sozialen Nahbereich einen längeren Kontakt zu Frauen“ aufgebaut. Nach der Haftentlassung seien bis zum jetzigen Fall keine weiteren Straftaten bekannt geworden.

dpa  

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