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Welterbestätten sorgen sich um Nachhaltigkeit

Lübeck. Der Titel „Weltkulturerbe“ zieht viele Touristen an. Mancherorts sind es zu viele. Bei der Tagung der Welterbestätten in Lübeck diskutieren die Teilnehmer, wie man die Besucherströme besser lenken kann.

Welterbestätten sorgen sich um Nachhaltigkeit

Lübeck, das mit seiner Altstadt zum Weltkulturerbe der Unesco gehört, ist zwei Tage lang Gastgeber einer internationalen Tagung von Welterbestätten. Foto: Sven Hoppe

In der Unesco-Welterbe-Stadt Lübeck hat am Donnerstag eine internationale Tagung zum Unesco-Welterbe begonnen.

Rund 70 Vertreter nationaler Welterbestätten-Vereinen aus ganz Europa wollen unter anderem darüber diskutieren, wie trotz hoher Besucherzahlen ein nachhaltiger Tourismus erreicht werden kann. Dazu sollen am Freitag Beispiele etwa aus Polen, Italien und den Niederlanden vorgestellt werden. Lübeck wurde vor 30 Jahren in die Liste des Unesco-Welterbes eingetragen.

Zum Auftakt würdigte die Welterbe-Koordinatorin des Auswärtigen Amtes, Birgitta Ringbeck, die Tagung als wichtigen Teil der Bemühungen, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Welterbestätten zu stärken. „In einer Zeit, in der viele nur auf ihr eigenes Land schauen, ist ein solcher Austausch besonders wichtig.“

Die Tagung der europäischen Welterbestätten-Vereine ist die dritte seit 2015. In den Vereinen haben sich die Welterbestätten eines Landes und die jeweiligen Tourismusorganisationen zusammengeschlossen. Ihr Ziel ist es, das Welterbe bekannter zu machen und nachhaltigen Tourismus in denkmalschutzverträglichem Ausmaß zu fördern. Einige der 450 Welterbestätten in Europa sind durch Massentourismus gefährdet. Bekanntestes Beispiel ist die Lagunenstadt Venedig, der der Entzug des Welterbetitels droht. 

Weitere Themen der Tagung sind das grenzüberschreitende Management von Welterbestätten und deren Bedeutung als Begegnungs- und Lernorte. Das nächste Treffen soll 2018 in Italien stattfinden.

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