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Weltverband hebt Sperre für Russen im Weltcup auf

Lausanne/Winterberg. Der Bob- und Skeleton-Weltverband IBSF hat die Sperre der Russen im Weltcup vorläufig wieder aufgehoben.

Weltverband hebt Sperre für Russen im Weltcup auf

Die Sperre der russischen Bob- und Skeleton-Fahrer wurde vorläufig wieder aufgehoben. Foto: Arno Burgi

„Nach einer mündlichen Anhörung mussten wir feststellen, dass die Unterlagen der IOC-Oswald-Disziplinarkommission für eine Sperre nicht ausreichen“, sagte IBSF-Vizepräsident Andreas Trautvetter der Deutschen Presse-Agentur. Die IOC-Suspendierungen erfolgten ohne Begründungen. Daher respektiert der Weltverband die Entscheidung des Gremiums, aber teilt diese Entscheidung nicht. So hat die IBSF-Anhörungskommission „zugunsten der Athleten entschieden und die provisorische Suspendierung wieder aufheben lassen“, teilte die IBSF mit.

Trautvetter, parallel auch Präsident des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland (BSD), will auch auf den Gang vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS verzichten. „Es kostet nur Geld und das Ergebnis ist dasselbe“, sagte Trautvetter. Diese Vorgehensweise des Weltverbandes gilt jedoch nur für die Wettkämpfe im Weltcup und für die derzeit aktiven Athleten im Bob- und Skeletonbereich. Bei der Anhörung waren fünf russische Athleten anwesend, darunter Bobpilot Alexander Kasjanow, der den Viererbob-Weltcup in Whistler gewann sowie Skeleton-Olympiasieger Alexander Tretjakow und die Sotschi-Dritte Jelena Nikitina, die zuletzt den Skeleton-Weltcup in Park City gewann.

Damit dürfen die Russen an diesem Wochenende beim Bob- und Skeleton-Weltcup in Winterberg an den Start gehen. Kurios: Bereits in der Vorsaison wurden sie nach den Untersuchungen hinsichtlich der Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi vorläufig suspendiert und erhielten unmittelbar vor dem Weltcup im Sauerland ein Startrecht.

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