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Kriminalitätsstatistik

Weniger Unfälle und Einbrüche in Nordkirchen

Nordkirchen Weniger Unfälle und weniger Einbrüche: Bezirkspolizist Dieter Herbstmann hat für Nordkirchen Positives aus der Polizeistatistik zu berichten. Nur in einem Bereich gab es deutlich steigende Zahlen.

Bezirkspolizist Dieter Herbstmann hat am Donnerstag im Ausschuss für Familie, Jugend, Kultur und Sport aktuelle Zahlen aus der Kriminalitätsstatistik mitgebracht. Bei den Verkehrsunfällen sei die Zahl klar rückläufig, so der Polizeihauptkommissar. Bis zum 31. Oktober verzeichnete die Polizei in Nordkirchen 35 Unfälle in der Schlossgemeinde. Im gesamten Vorjahr waren es 48 Unfälle, 2015 sogar 75 Verkehrsunfälle.

2015 endeten darüber hinaus zwei Unfälle tödlich. Verkehrstote hat die Polizei in diesem Jahr noch keine verzeichnet. Einen Unfallschwerpunkt könne die Polizei in Nordkirchen nicht feststellen, so Dieter Herbstmann.

Einbrecher geschnappt


Auch bei den Wohnungseinbrüchen hatte der Polizeihauptkommissar gute Nachrichten zu verkünden: Zwölfmal wurde bis zum 31. Oktober in der Schlossgemeinde eingebrochen. Im gesamten Vorjahr waren es 24.

Dieter Herbstmann führt die positive Entwicklung auf ein größeres Bewusstsein bei den Hausbesitzern für Sicherheitstechnik zurück. So sei die Resonanz auf Präventionsaktionen wie die „Riegel vor“-Kampagne und die individuelle Beratung für Hausbauer ein Indikator dafür. Darüber hinaus sei der Polizei bereits im vergangenen Jahr ein wichtiger Erfolg gelungen: Ein Einbrecher-Duo, das vor allem in Capelle sein Unwesen trieb, sei festgenommen worden.

„Deutliche Senkung“

In den meisten Fällen handele es sich bei den Tätern um organisierte Kriminelle, so der Polizist. Die Befürchtung, dass durch die steigenden Flüchtlingszahlen auch die Kriminalität, wie Einbrüche, steige, konnte Dieter Herbstmann entkräften: „Wir haben in Nordkirchen keine Probleme mit Flüchtlingen oder einer bestimmten Gruppe.“

Weniger Unfälle und Einbrüche in Nordkirchen

Die sinkenden Zahlen bei Wohnungseinbrüchen freut auch die Kreispolizei in Coesfeld. Auch kreisweit gebe es eine „deutliche Senkung“ der Zahlen, sagt Ralf Werenbeck-Ueding von der Polizei in Coesfeld. Es gebe aber höhere Fallzahlen bei versuchten Einbrüchen. Das könnte an besserer Sicherheitstechnik liegen, glaubt auch Werenbeck-Ueding. „Die Täter kommen nicht mehr überall rein.“ Aber auch die Aufklärungsquote sei mit 30 bis 40 Prozent gut. Das schrecke ab, sagt der Polizeipressesprecher. Oft seien reisende Tätergruppen für die Wohnungseinbrüche verantwortlich. Da Nordkirchen nicht so gut an Autobahnen angebunden sei, sei es auch nicht so beliebt bei diesen Gruppen.

Betrügereien am Telefon

Schwierig sind für die Polizei Ermittlungen bei Betrügereien am Telefon, erklärt Dieter Herbstmann weiter. Hier habe die Polizei eine Häufung im gesamten Kreis festgestellt. Die Täter riefen allerdings in den meisten Fällen aus dem Ausland an, was die Ermittlungen erschwere.

Einzig bei einem Punkt nannte der Bezirksbeamte steigende Zahlen: bei den Waffenbesitzern. An die 200 Menschen in der Gemeinde besitzen mittlerweile eine Waffe. Probleme gebe es in diesem Bereich aber keine. Bei Überprüfungen habe es bislang nichts zu beanstanden gegeben, sagt Dieter Herbstmann.

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