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Kölner Dom

Wenn der „decke Pitter“ (nicht mehr) läutet

Dieser Klang ist Musik in den Ohren eines jeden Kölners: Wenn der „decke Pitter“ ertönt wissen die Rheinländer, dass heute ein besonderer Tag ist.

Wenn der „decke Pitter“ (nicht mehr) läutet

Der Glockenstuhl des Kölner Doms zählt zu den eindrucksvollsten Vertretern dieser Spezies weltweit. Foto: Foto Heinz Unger Koeln

Die Petersglocke ist mit einem Durchmesser von 3,22 Metern und einem Gewicht von 24 Tonnen die größte freischwingende Glocke der Welt. Sie hängt im im Kölner Dom und ertönt nur an ganz besonderen Feiertagen. Insgesamt acht mächtige Glocken befinden sich im Südturm der Kathedrale und noch einmal drei im Vierungsturm. Das Ensemble der elf Kölner Domglocken zählt zu den eindrucksvollsten Vertretern dieser Spezies weltweit.

Der Hauptakteur des Kölner Domgeläutes, die Sankt Peter Glocke, legt derzeit allerdings gezwungenermaßen eine Pause ein. Die Aufhängung des Klöppels muss neu installiert werden. Bis dahin schweigt das 24 Tonnen schwere Instrument. Der Kosename „decker Pitter“ drückt übrigens die enge Verbundenheit der Kölner mit ihrer Hauptglocke aus. Ihren Ruf als eine der wohlklingendsten Glocken der Welt hat sie sich in 90 Jahren redlich verdient. 1923 trat der „decke Pitter“ die Nachfolge der Kaiserglocke an, die im Ersten Weltkrieg eingeschmolzen wurde.

Unreiner Klang

Das Kapitel Kaiserglocke spielte sich in Köln zwischen 1870 und 1918 ab. Der „Express“ schilderte in seiner Serie „Kölner Zeitreise“, dass der Zentraldombauverein die preußische Regierung um Material für eine Hauptglocke bat. Wilhelm I. überließ den Kölnern daraufhin 22 Kanonenläufe für den Guss eines neuen Klangkörpers. Das 27 Tonnen schwere Instrument sollte Kaiserglocke heißen. Doch sie stand unter keinem guten Stern. Zweimal misslang der Guss. Als die Kaiserglocke endlich 1878 installiert werden konnte, stellte sich heraus, dass sie falsch klang. 1908 löste sich der Klöppel und stürzte in den Glockenstuhl. Als die Kirchen im Ersten Weltkrieg Glocken für die Rüstung spenden sollten, schlug die letzte Stunde der Kaiserglocke. Als „unperfektes Geläut“ konnten die Kölner sie am ehesten entbehren. So wurde die Kaiserglocke wieder zu dem, was sie ursprünglich war: Kanonen.

Lieb und teuer

Im Mittelalter wurden Kirchenglocken in der Regel direkt vor Ort gegossen. So verhält es sich auch mit den ältesten erhaltenen Glocken des Kölner Geläuts. „Links von der Petersglocke hängt die Pretiosa, die 1448 von Heinrich Brodermann und Christian Cloit gegossen wurde. Das weiß man so genau, weil es in der offiziellen Kölner Stadtchronik vermerkt wurde“, erklärt Jörg Sperner, Glockenexperte der Kölner Dombauhütte.

Die Pretiosa – zu Deutsch „Die Schöne“ – vertritt derzeit den „decken Pitter“ als Glocke Nummer 1 des Kölner Domgeläuts. Auch die Nummer 3 im Glockenstuhl des Südturms stammt aus dem Spätmittelalter. 1449 goss Johannes de Vechel die Speciosa. Der ebenfalls lateinische Name bedeutet „die Wertvolle“. Rechts vom „decken Pitter“ hängen jüngere Glocken wie die 1860 in Aachen gegossene Ursulaglocke. Das jüngste Mitglied des Domgeläuts ist die 1990 in Brockscheid in der Eifel gegossene Josephsglocke. Sie wurde von der Kölner Bürgergesellschaft zur Erinnerung an die großen Kölner Erzbischöfe Josepf Kardinal Frings und Joseph Kardinal Höffner gestiftet.

Wem die Stunde schlägt

Welche Glocken wann eingesetzt werden, ist in einer eigenen Läute-Ordnung festgelegt. Das tägliche Abendläuten um 19.30 Uhr übernimmt die Josephsglocke. Zur Begrüßung des Sonntags erklingen am Samstagabend vier Glocken. Vom richtigen Läuten ist das Anschlagen zu unterscheiden. Beim Anschlagen wird die Glocke von außen mit einem Hammer angeregt, während sie beim Läuten frei gegen den Klöppel schwingt. Das Anschlagen erfolgt im Viertelstundentakt und wird von einer Uhr gesteuert. Der Glockenstuhl des Kölner Doms lässt sich bei einer Besteigung des Südturms besichtigen.

„Alle großen Glocken sind Einzelanfertigungen“

Im Interview mit WestLotto erklärt Diplom-Ingenieur Jörg Sperner, warum es so aufwändig ist, den „decken Pitter“ wieder in Gang zu setzen.

WestLotto: Was ist das Besondere an den Glocken?

Sperner: Alle großen Glocken sind Einzelanfertigungen, sie können nicht industriell hergestellt werden. Das verleiht ihnen Individualität. Deshalb erfordern alle Arbeiten an ihnen auch so viel Zeit, wie jetzt etwa beim decken Pitter.

Wie erfolgt der Glockenguß?

Es handelte sich immer schon um ein hochspezialisiertes und nicht ungefährliches Handwerk. Das Material muss auf 1.100 Grad erhitzt werden. Dann wird es in eine Hohlform eingegossen. Das Glockengießen ist bis heute ein eigener Berufs- und Ausbildungsgang.

Warum wird der decke Pitter jetzt repariert?

Er wird nicht repariert, sondern perfektioniert. Eine neue Aufhängeplatte für den Klöppel wird derzeit angefertigt und muss dann in der Glocke angebracht werden.

Wie wird das Geläut eigentlich in Gang gesetzt?

In der Sakristei gibt es einen Schaltschrank für die elf Glocken. An den Geläuten gibt es Elektromotoren mit Kettenantrieb. Die werden in Bewegung gesetzt, so dass die Glocken frei schwingen können.

Was hat Lotto spielen mit dem Kölner Dom zu tun?

Einiges! Die Kathedrale ist nicht nur eins von vier Motiven auf den Jubiläums-Rubbellosen, sondern wird auch von den Tippern unterstützt. Denn rund 40 Prozent der Spieleinsätze der Tipper bei WestLotto gehen an das Land NRW, das daraus wiederum gesellschaftliche Träger aus Wohlfahrt, Sport, Kunst, Kultur, Natur, Umwelt- und Denkmalschutz unterstützt. Dazu gehört zum Beispiel auch der Kölner Dombauverein, der sich um den Erhalt der beeindruckenden Kathedrale kümmert.

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