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Fußball: Bundesliga

Zwischenbilanz: Und dann kam plötzlich Jupp Heynckes!

Dortmund Bis zum sechsten Spieltag sah es nach einem spannenden Meisterschaftsrennen in der Bundesliga aus. Dann wechselte der FC Bayern München den Trainer - und es deutet vieles auf einen Münchner Durchmarsch hin. Daniel Otto, Oliver Brand und Thomas Schulzke blicken auf die Besonderheiten der ersten elf Spieltage zurück.

Zwischenbilanz: Und dann kam plötzlich Jupp Heynckes!

Jupp Heynckes brachte bei den Bayern die Wende. Foto: dpa

So jung kommen wir nicht mehr zusammen
Otto Rehhagel hat mal gesagt, es gebe keine alten und jungen Spieler, sondern nur gute und schlechte. Jann-Fiete Arp gehört zweifellos in die Kategorie jung und gut. Das 17-jährige HSV-Talent soll seinen Verein vor dem Abstieg bewahren. Er ist auf einem guten Weg: Arp erzielte in seinen ersten drei Spielen zwei Tore. Doch es gibt noch weitere Jungstars in dieser Saison. Auch Leverkusens Leon Bailey (20) mischt die Liga nach anfänglichen Schwierigkeiten auf. Beim BVB überzeugt Dan-Axel Zagadou (19), und in Hoffenheim verblüfft Dennis Geiger (21) als Nachfolger des „alten“ Sebastian Rudy. Wobei der laut Rehhagel wohl auch eher gut denn alt ist.


Lewa gegen Auba: Das Ballerduell geht weiter
Beleidigt war Münchens Robert Lewandowski nach der vergangenen Saison. Seine Mitspieler hätten ihn am letzten Spieltag nicht genug unterstützt, um die Torjägerkanone zu gewinnen. Letztlich lag er mit 30 Treffern genau einen hinter dem Borussen Pierre-Emerick Aubameyang. Und auch in dieser Saison beweisen die beiden Topstürmer ihre Ausnahmestellung in der Bundesliga. Aktuell liegt der Pole mit elf Toren einen Treffer vor dem Gabuner. Lewandowski muss sich strecken, um den Vorsprung zu verteidigen. Aber egal, wie das Ballerduell am Ende ausgeht, beide stehen leistungsmäßig weit über dem Rest der anderen Bundesligastürmer.

Odenthal Hellmut Krug ist nicht mehr Projektleiter Videobeweis beim Deutschen Fußball-Bund. Dies teilte der DFB am Montag nach einer Krisensitzung in Frankfurt mit. Krug wird künftig durch Schiedsrichter-Boss Lutz Michael Fröhlich ersetzt.Der DFB stellte zudem klar, dass Krug wie auch die anderen Supervisoren „künftig während der Spiele keine direkte Kommunikation mehr mit den Video-Assistenten haben werden“. mehr...


Der Videobeweis, die technica non grata
Erst funktionierten die kalibrierten Abseitslinien nicht in allen Stadien, dann war unklar, wann der Videoassistent (VAR) überhaupt eingreifen darf und schließlich änderten die Verantwortlichen heimlich die Regeln: Der Videobeweis ist in der öffentlichen Wahrnehmung bislang alles andere als eine Erfolgsgeschichte. Die Liga ist sich dennoch einig: Grundsätzlich ist der VAR wichtig – es ist die aktuelle Umsetzung, die ihn bei Teams und Fans zur technica non grata macht. DFB und DFL sollten nicht bis zum Saisonende warten, bis die Fehler analysiert und der VAR optimiert werden. Die Winterpause ist schließlich lang genug.


Kölner Chaos statt Karneval

Was haben sie sich geherzt nach der vergangenen Saison in Köln. Erstmals seit 25 Jahren hatte sich der „Effzeh“ für den Europapokal qualifiziert. Und hinter vorgehaltener Hand träumte wohl so mancher in der Domstadt schon von einer historischen vierten Meisterschaft. Nun schickt sich die Stöger-Truppe in dieser Saison tatsächlich an, Geschichte zu schreiben. Nur anders als gedacht: Sowohl zwei Punkte als auch vier Tore hat in der Liga-Historie zu diesem Zeitpunkt noch kein Team unterboten. Und wäre all das nicht genug, trennten sich auch noch die Wege von Klub und Geschäftsführer Jörg Schmadtke. Irgendwie mehr Chaos als Karneval.

Köln Das 0:3 gegen 1899 Hoffenheim war für den 1. FC Köln ein richtiger Nackenschlag. Am Trainer wird aber weiterhin nicht gezweifelt. Weder Fans, Verantwortliche noch der Coach selbst zweifeln daran, dass Peter Stöger nicht mehr der richtige für den Job ist. Und das Feiern lassen sich die Kölner auch nicht verbieten. mehr...


Das Überraschungsteam und die Zwillinge vom Maschsee
Es gab nicht Wenige, die Hannover 96 vor der Saison zum Abstiegsfavoriten machten. Doch die Zwillinge vom Maschsee – Manager Horst Heldt und Trainer André Breitenreiter – reihen bei ihrem zweiten Versuch als Team Erfolg an Erfolg. Beim FC Schalke 04 scheiterten beide an der überzogenen Erwartungshaltung, in Hannover galoppieren sie locker über die eher geringe hinweg. Fast alle Neuzugänge (Ostrzolek, Korb, Schwegler, Bebou, Jonathas) schlugen ein, dazu knüpft Martin Harnik nahtlos an seine starke Aufstiegssaison (17 Tore) an. Nicht einmal der Stimmungsboykott der eigenen Fans, die Präsident Martin Kind davon abhalten wollen, sich den Verein komplett einzuverleiben, konnte 96 bislang stoppen.


Er kam, sah - und spielte unentschieden
Seit Martin Schmidt beim VfL Wolfsburg das Traineramt von Andries Jonker übernommen hat, haben sich die Niedersachsen zu den Remis-Königen der Liga entwickelt. Sieben Bundesliga-Spiele stand der 50-jährige Schweizer an der Linie. Siebenmal spielte der VfL unentschieden. Das ist „Start-Rekord“ für einen Bundesliga-Trainer. Auch die vereinsinterne Bestmarke von Ex-Coach Steve McLaren (sieben Unentschieden in der Saison 2010/11) hat er bereits eingestellt. Schmidt selbst sagt aber: „Ich bin hier definitiv nicht auf Rekordjagd. Ich strebe mit meinem Team einen Sieg an und keinen Vereinsrekord oder Weltrekord.“

Odenthal Hellmut Krug ist nicht mehr Projektleiter Videobeweis beim Deutschen Fußball-Bund. Dies teilte der DFB am Montag nach einer Krisensitzung in Frankfurt mit. Krug wird künftig durch Schiedsrichter-Boss Lutz Michael Fröhlich ersetzt.Der DFB stellte zudem klar, dass Krug wie auch die anderen Supervisoren „künftig während der Spiele keine direkte Kommunikation mehr mit den Video-Assistenten haben werden“. mehr...


Keine gestutzten Flügel: Leipzig stürzt nicht ab
Was wurde vor der Spielzeit nicht alles in Bezug auf RB Leipzig spekuliert. Viele Experten trauten dem Team eine weitere Topsaison in der Bundesliga nicht zu. Die Dreifachbelastung käme jetzt hinzu. Im ersten Jahr habe das Team über seinem Niveau gespielt. Als Aufsteiger habe das Team viel von der Euphorie gelebt und sei deshalb Zweiter geworden. All diese Aussagen verlaufen im Sande. RB-Trainer Ralf Hasenhüttl hat sein Team wieder auf Platz zwei geführt. Es ist mit vier Punkten Rückstand erster Bayern-Verfolger. Und der Kader ist wieder stark genug, um lange oben dabei zu bleiben. Die Neuzugänge Bruma, Jean-Kevin Augustin, Ibrahim Konate und Konrad Laimer haben das Leipziger Niveau sogar noch angehoben.


Der Erfolgsbringer: Osram repariert den Bayern-Trafo
Fußball ist ein schnelllebiges Geschäft, sagt man. Und der 72-jährige Jupp Heynckes hat schon alles erlebt. Trotzdem hätte nicht einmal „Osram“ gedacht, dass er den stotternden Bayern-Trafo so schnell wieder reparieren könnte. Für die Jüngeren: Den Spitznamen eines Lampenherstellers bekam Heynckes zu Beginn seiner Laufbahn, weil sein Kopf bei Aufregung rot zu glühen begann. Dazu hatte er jetzt noch keinen Anlass. Sieben Spiele, sieben Siege, Tabellenführer mit vier Punkten Vorsprung und verletzte Stammspieler vor der Rückkehr: Es spricht nicht viel dagegen, dass die Bayern bei der Meisterfeier am Saisonende alle Lampen anhaben werden.

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