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Dienstag gegen Serbien

DHB-Frauen wollen Einzug ins Achtelfinale schaffen

Dortmund Der Verletzungsschock um Kim Naidzinavicius scheint verdaut: Nach dem 23:18 (11:10)-Sieg gegen Südkorea gehen die deutschen Handball-Frauen mit viel Selbstvertrauen in ihr drittes Spiel bei der Heim-Weltmeisterschaft. Gegner am Dienstag in Leipzig ist Serbien (18 Uhr/live bei Sport1).

DHB-Frauen wollen Einzug ins Achtelfinale schaffen

Gegen Südkorea war Katja Kramarczyk ein starker Rückhalt für das DHB-Team. Foto: dpa

Mit einem Sieg gegen den Tabellenführer der Gruppe D könnte das Team von Bundestrainer Michael Biegler den Einzug ins Achtelfinale frühzeitig perfekt machen.

Zwischen Gelassenheit und Euphorie

Die Gemütslage im deutschen Lager pendelte am Montag irgendwo zwischen Gelassenheit und aufkommender Euphorie. „Wir liegen mit zwei Siegen in zwei Spielen voll im Plan“, kommentierte der Sportdirektor des Deutschen Handballbundes (DHB), Wolfang Sommerfeld, zunächst recht nüchtern die Ausgangslage in der deutschen Gruppe. Mit 4:0-Punkten ist Deutschland nach den Erfolgen gegen Kamerun und Südkorea erster Verfolger der Serbinnen, die mit zwei Kantersiegen gegen China und Kamerun ins Turnier gestartet sind. Kapitänin Anna Loerper wurde da schon etwas deutlicher: „Der Gruppensieg war von Anfang an unser Ziel. Jetzt haben wir eine weiße Weste, und die wollen wir weiter ausbauen“, sagte die 33-Jährige vom TuS Metzingen.

Doch mit dem Silbermedaillen-Gewinner von 2013 wartet nun so etwas wie ein WM-Geheimfavorit auf die DHB-Auswahl. Mit der Installation von Ljubomir Obradovic auf dem Trainerstuhl im vergangenen Jahr kehrten auch die Topstars, die dem Nationalteam nach einem Streit mit Ex-Coach Sasa Boskovic den Rücken gekehrt hatten, zurück und sollen Serbien zu den Erfolgen früherer Tage führen. Dazu gehört auch die Welthandballerin von 2013, Andrea Lekic, die als Gehirn des Teams gilt. „Serbien ist eine Mannschaft, die wir anders bespielen müssen als Südkorea“, sagte Bundestrainer Michael Biegler. „Das ist ein anderes Kaliber.“

Erfahrene, körperlich starke Mannschaft

Die Deutschen erwartet eine erfahrene, körperlich starke Mannschaft, die vornehmlich aus einer aggressiven 6:0-Deckung heraus agiert. Nicht wiederholen sollten die deutschen Handballerinnen daher die Fehler aus der Anfangsphase gegen Südkorea, als das Team wegen zahlreicher Unkonzentriertheiten schnell einem Drei-Tore-Rückstand (5:8) hinterherlaufen musste. „Da standen wir in den ersten zehn Minuten viel zu passiv, zu weit auseinander und nicht so kompakt“, erklärte Lörper.

Doch Biegler drehte an ein paar Stellschrauben und justierte seine Defensive neu. Mit Erfolg, in den folgenden knapp 50 Minuten kassierten die Deutschen nur noch zehn Treffer. „Wenn wir gegen Serbien wieder eine solche Abwehr stellen können, mit so viel Kompaktheit und dann noch mal mit einer so starken Torhüterin wie Katja Kramarczyk hinten drin, dann wird es auch Serbien schwerfallen, uns zu knacken“, sagte Rückraumspielerin Nadja Mansson (Borussia Dortmund).

Eigene Entwicklung im Vordergrund

Dem Bundestrainer dürfte es gefallen. Für ihn stehe zunächst ohnehin die eigene Entwicklung im Vordergrund, betonte der Bundestrainer. „Ich fokussiere mich zu 70 Prozent auf uns und zu 30 Prozent auf den Gegner.“ Ob Ausnahmetalent Emily Bölk am Dienstag in der Kader zurückkehren wird, ließ der Bundestrainer offen. „Da müssen wir noch abwarten, was die medizinische Abteilung sagt, und dann sehen wir weiter“, erklärte der Bundestrainer.

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