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Lichtblick gegen Bayern

BVB-Youngster Pulisic mit Vollgas auf der Überholspur

Dortmund Vermutlich wird Christian Pulisic am übernächsten Freitag beim Spiel in Stuttgart ein Jubiläum feiern können. Wird er von Trainer Peter Bosz nominiert, woran eigentlich keine Zweifel bestehen, wird es sein 50. Einsatz in der Fußball-Bundesliga sein. Auch in einer Zeit, in der Bundesliga-Debütanten tendenziell sehr jung sind, ein erstaunlicher Wert. Pulisics Entwicklung beeindruckt in vielerlei Hinsicht.

BVB-Youngster Pulisic mit Vollgas auf der Überholspur

Unermüdlich unter Strom: Christian Pulisic, hier gegen Kingsley Coman, war einer der wenigen Dortmunder, der mit seinen unwiderstehlichen Dribblings Lücken in die Bayern-Defensive riss. Foto: imago

Am Samstag beim 1:3 gegen den FC Bayern München war er einer der wenigen Dortmunder, der anschließend nicht in den Fokus der Kritiker geriet. Das Gegenteil war der Fall. Trainer Peter Bosz lobte ihn explizit, Sportdirektor Michael Zorc sprach davon, dass er sich von Pulisics Mut „mehr gewünscht“ hätte in der Dortmunder Mannschaft an diesem ernüchternden Abend.

WM-Aus abgehakt

Nicht zum ersten Mal in dieser Saison stach der US-Amerikaner aus der Dortmunder Elf heraus. Die Zahl seiner richtig schwachen Spiele hat er auf ein Minimum heruntergefahren, die BVB-Krise geht jedenfalls nicht zu Lasten seiner Leistung. Das enttäuschende WM-Aus Anfang Oktober? Es scheint Pierre-Emerick Aubameyang nachhaltig zu beschäftigen, der das gleiche Schicksal mit Gabun erlitt. Pulisic war auch enttäuscht, aber er schüttelte sich nur kurz.

Der BVB steckt in der sportlichen Krise und muss ein Spiel nach dem anderen absolvieren. Der FC Schalke 04 dagegen kann sich jede Woche in Ruhe auf den Gegner vorbereiten und ist seit sechs Pflichtspielen ohne Niederlage. Setzt sich der Trend fort, droht den Dortmundern erstmals seit dem letzten Klopp-Jahr wieder Platz zwei im Revier. Muss der BVB um die Reviermeisterschaft 2018 bangen?mehr...

Ein 19-Jähriger als Hoffnungsträger in einer ziemlich tristen Phase für die Borussia. Wer Pulisic auf dem Rasen beobachtet und dies seit längerer Zeit schon tut, der ist dann gar nicht mal so erstaunt über diese Entwicklung. Er ist eins dieser Talente, das den Scouts der Borussia schon sehr früh auffiel. Pulisic kam im Alter von 15 Jahren nach Dortmund. Schneller zu sein als die Konkurrenz, auch hartnäckiger und auf jeden Fall sehr früh dran, das ist ja zur Spezialität der BVB-Scoutingabteilung geworden. Und es zahlte sich auch in diesem Fall aus.

Vertrag bis 2020

Jedes Mal, wenn er heute nach Spielen der Borussia gelobt wird, dürfen sich Sportdirektor Zorc und Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke auf die Schultern klopfen, dass es ihnen vor einem Jahr gelang, den Vertrag des Talents zu verlängern. Bis 2020 läuft er nun. Das schützt nicht vor Abwerbeversuchen, macht das Unterfangen für die Späher aber deutlich schwieriger.

Alarmierende Situation beim BVB

Sportdirektor Michael Zorc: "Wir brauchen Leistung"

DORTMUND Im Spitzenspiel bekommt Borussia Dortmund von Bayern München die Grenzen aufgezeigt. Das 1:3 (0:2) passt zur alarmierenden Situation beim BVB. Sportdirektor Zorc sagt: "Wir brauchen Leistung."mehr...

Es ist sein Tempo, die Dynamik am Ball, gepaart mit seiner Dribbelstärke, die Pulisic zu einem unverzichtbaren Element des BVB-Spiels gemacht hat. Trainer Peter Bosz hat ihn in allen Pflichtspielen eingesetzt und nur im Pokal geschont. Pulisic passt perfekt in Systeme, die auf hohes Pressing und Tempo beim Umschaltspiel setzen. Kein Wunder, dass er ein Wunschspieler von Jürgen Klopp war. Doch zu ernsthaften Verhandlungen kam es gar nicht.

Neuer Publikumsliebling

Denn der junge Amerikaner betont immer wieder, wie wohl er sich beim BVB fühlt. Pulisic wirkt sehr klar im Kopf, auch wenn so mancher spontaner Satz, wie der im Sommer-Trainingslager, als er unverblümt erklärte, „wir wollen die Liga gewinnen“, der Presseabteilung den Schweiß auf die Stirn treibt. Pulisic läuft mit Vollgas auf der Überholspur. Eigentlich immer. Er hat die Chance genutzt, die sich ihm zunächst durch die Verletzung von Marco Reus eröffnete. Er ist zum Publikumsliebling aufgestiegen, als Ousmane Dembélé den Klub fluchtartig verließ. Er wolle fester Teil der Mannschaft werden, hat Pulisic im Sommer gesagt. Aus heutiger Sicht ein bescheidener Wunsch. Denn er ist aus ihr nicht mehr wegzudenken.

DORTMUND Nuri Sahins Wunsch, im Top-Spiel gegen die Bayern "mit einem Sieg vieles geradezurücken", er erfüllt sich nicht. Es gibt leider noch nicht einmal die kleinen Lichtblicke, von denen man trotz der Niederlage hätte zehren können. Dirk Krampe kommentiert.mehr...

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