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Der Kommentar

BVB will mediales Dembele-Dauerfeuer beenden

FREIBURG Für ein paar Stunden darf nun spekuliert werden. Nachdem Peter Bosz vor dem Anpfiff der Pokalpartie in Freiburg das Treffen der Vereinsoberen nach der Rückkehr nach Dortmund öffentlich gemacht hat, rückte das ungleiche Kräftemessen mit dem Sechstligisten komplett in den Hintergrund. Nicht mehr gemacht als notwendig, drei Tore Aubameyang - mehr musste man über das 4:0 gegen den FC Rielasingen eigentlich nicht wissen.

BVB will mediales Dembele-Dauerfeuer beenden

Bilder der Pokal-Partie zwischen dem 1. FC Rielasingen-Arlen und Borussia Dortmund.

Dass sich der BVB am Sonntagmorgen "mit einer Entscheidung" im Fall Dembele öffentlich zu Wort melden will, kommt überraschend, macht aber Sinn, wie vor allem das mediale Dauerfeuer bei der Wechsel-Posse um Pierre-Emerick Aubameyang zeigte. In einer Woche beginnt die Bundesliga, möglichst wenig Ablenkung auf dem Weg dahin wünscht sich nicht nur der neue Trainer. Und für Bosz wäre auch Planungssicherheit wünschenswert.

Notorisch unzufriedener Spieler

Welches Resultat könnte der "Gipfel" bringen? Eine Verlängerung der Suspendierung ist eine naheliegende Variante, wenn es Signale gibt, dass Dembele weiterhin kein großes Interesse zeigt, ins BVB-Training zurückzukehren. Möglich aber auch, dass der BVB seinem abwanderungswilligen Super-Talent endgültig ein Wechsel-Verbot auferlegt. Das wäre ein Zeichen der Stärke, denn eine Summe von 100 Millionen Euro plus X auszuschlagen, will wohlüberlegt sein. Allerdings müsste der BVB in Kauf nehmen, einen notorisch unzufriedenen und beleidigten Spieler im Kader zu haben - die Frage würde sich stellen, inwieweit das die Team-Chemie beeinflussen könnte.

FREIBURG Titelverteidiger Borussia Dortmund hat seine Pflichtaufgabe in der ersten Runde des DFB-Pokals glanzlos hinter sich gebracht. Im Schwarzwald-Stadion des SC Freiburg bezwang der BVB den Sechstligisten 1. FC Rielasingen-Arlen am Samstagnachmittag mit 4:0 (2:0). Derweil rückt eine Entscheidung im Poker um Ousmane Dembele näher.mehr...

Sollte der FC Barcelona durch die Blume signalisiert haben, das erste (unzureichende) Angebot noch einmal nachzubessern, wäre auch das Ende der Zusammenarbeit denkbar. Dembele bis zur Klärung der Wechselmodalitäten komplett freizustellen, wäre vom neuen Trainer ebenfalls ein Signal der Stärke. Weil Ousmane Dembele ja überdeutlich gemacht hat, dass er mit dem Herzen ohnehin nicht mehr in Dortmund ist.

Plan B aus der Schublade holen

In diesem Fall müsste Borussia Dortmund Plan B aus der Schublade holen. Wie sehr der BVB schon von seinem Super-Talent abhängt, zeigte auch die Pokalpartie. Andre Schürrle ist nach vielen Tagen Zwangspause noch nicht annähernd so weit, auch Maximilian Philipp hat noch Nachholbedarf. Die offensiven Außen, ein Prunkstück des BVB-Kaders, entwickeln sich momentan eher zu einer Baustelle.

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