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In der Bringschuld

Der BVB steht in Leverkusen am Scheideweg

DORTMUND Die Mannschaft in der Bringschuld, der Trainer vor einem persönlichen "Endspiel". Bei Borussia Dortmund schrillen seit dem 4:4 gegen Schalke die Alarmglocken. Und am Samstag (15.30 Uhr) geht es zu Bayer Leverkusen. Eine Bestandsaufnahme.

Der BVB steht in Leverkusen am Scheideweg

BVB-Trainer Peter Bosz sagt über die Analyse mit seinen Spielern: "Wir haben sehr direkt miteinander gesprochen." Foto: Kirchner

Für 20 Minuten immerhin gestattete der BVB am Donnerstag einen medialen Blick auf seine Fußball-Profimannschaft - nach dem schockierenden Remis im Revierderby, das in der Dramaturgie des Zustandekommens noch einmal wie ein unfairer Tiefschlag in die Magengrube eines schon angeschlagenen Boxers gewirkt hatte, war es der einzige öffentliche Auftritt des Kaders in dieser Woche. Bosz und der BVB schotteten sich ab.

"Wir haben sehr direkt miteinander gesprochen"

Aufarbeitung und Reaktion auf die neuerliche Zuspitzung der Krise fanden also im Verborgenen statt, und viel sah man aucham Donnerstag nicht. Die Spieler verkrochen sich in die hinterste Ecke der beiden Haupttrainingsplätze und brachten so gut 200 Meter zwischen sich und den unerbittlich klickenden Kameraverschlüssen. Wer überhaupt da herumlief, war aufgrund des hohen Vermummungsgrades gegen die bittere Kälte ohnehin nur mit Spezialobjektiven erkennbar.


Später am Tag leistete Bosz in Ansätzen Aufklärung. Es habe die von Boss Hans-Joachim Watzke geforderte Analyse „natürlich“ gegeben, meinte er. „Wir haben sehr direkt miteinander gesprochen.“ Welche Erkenntnisse man im Detail gewonnen habe, mochte er nicht verraten, „sie verstehen das sicher.“

Immenser Druck

Der Druck ist immens vor dem Auswärtsspiel bei Bayer Leverkusen. Für die Mannschaft, die den Abwärtstrend endlich stoppen muss. Ganz speziell aber auch für den Trainer. Bosz hinterließ einen bemerkenswert souveränen Eindruck auf der Spieltags-Pressekonferenz.

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„Ich habe bei kleineren Vereinen angefangen und dort auch mal gegen den Abstieg gespielt“, erklärte er. „Das war schlimmer für mich. Da ging es direkt um Existenzen, um viele Arbeitsplätze im Verein.“ Dass es bei einer Niederlage in der BayArena auch um seinen Arbeitsplatz gehen könnte, ist ihm gleichwohl bewusst. „Wir waren am neunten Spieltag noch Tabellenführer. Natürlich ist jetzt Druck da.“

Ein Offenbarungseid

Von der damaligen Souveränität und Konstanz ist nichts mehr geblieben. Die zweite Hälfte gegen Schalke war ein Offenbarungseid. Auch die Spieler traf die Entwicklung nach einer furiosen ersten Hälfte aus dem Nichts. „Geschockte Spieler“ habe er in der Kabine nach dem Abpfiff erlebt, gab Bosz zu.

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Wenn bewährte Dinge über Wochen nicht mehr funktionieren, steht der Trainer in der Pflicht. Man kann daher damit rechnen, dass Bosz auch deutlich auf die Darbietung der zweiten 45 Minuten gegen Schalke reagieren wird. Den verletzten Mario Götze muss er in jedem Fall ersetzen- wie auch den nach seiner Gelb-Roten Karte gesperrten Pierre-Emerick Aubameyang. Der pausiert derzeit wegen Hüftproblemen, soll aber Sonntag wieder trainieren.

Neue Chance für Subotic?

Ersatzkandidaten sind Andre Schürrle oder Andrey Yarmolenko. Im Training verschaffte sich Bosz auch einen Eindruck von Spätsommer-Neuzugang Denzeil Boadu. Der 20-jährige Offensivspieler von Manchester Citys U23 hat seit drei Wochen die Spielberechtigung - in zwei Einsätzen in der BVB-U23 wusste er zu überzeugen.

Personelle Veränderungen sind auch in der Abwehrkette angezeigt, die von Schalke in der Schlussphase auseinandergenommen wurde. So könnte Neven Subotic, der bislang nur im Spiel bei Eintracht Frankfurt zu einem Saisoneinsatz kam, unverhofft zurück in eine Hauptrolle gespült werden.

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