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BVB-Gegner APOEL Nikosia

Donis: "Dortmund besitzt eine hohe Spielkultur"

NIKOSIA APOEL-Trainer Giorgos Donis will mit Nikosia in der Champions League die Großen ärgern. Vor dem heutigen Spiel gegen Borussia Dortmund (20.45 Uhr) hat der 47-Jährige mit Dimitris Dimoulas über Königsklasse, Bundesliga und internationale Spielregeln gesprochen.

Donis: "Dortmund besitzt eine hohe Spielkultur"

"Für mich persönlich ist Dortmund stärker als Tottenham", sagt Giorgos Donis (r.), der Trainer von APOEL Nikosia.

Giorgos Donis sorgte einst für Aufmerksamkeit, weil er 1996 als erster griechischer Spieler in die Premier League wechselte. Geboren wurde er als Kind griechischer Gastarbeiter in Frankfurt, sein Sohn Anastasios spielt beim VfB Stuttgart. Der 48-Jährige sitzt seit Sommer dieses Jahres bei APOEL Nikosia auf der Trainerbank. Es ist schon seine zweite Amtszeit auf Zypern.

Sie nehmen mit Ihrer Mannschaft mal wieder an der Gruppenphase der Champions-League teil. Ein Riesenerfolg, wenn man die Kader-und Budgetstärke Ihrer Konkurrenten betrachtet. Wie erklären Sie sich das? Der Verein hat seit seiner ersten Teilnahme an der Champions-League vor acht Jahren kontinuierlich an seiner Entwicklung gearbeitet. Vor fünf Jahren scheiterte Apoel erst im Viertelfinale an Real Madrid. Zudem kam in den letzten Jahren noch die Teilnahme an der Europa League hinzu. All diese Erfahrungen haben dem gesamten Umfeld des Vereins gutgetan und die Erwartungshaltung sowie das sportliche Niveau erhöht. Hinzu kam die Tatsache, dass sich seit ein paar Jahren der Modus geändert hat und sich die peripheren Landesmeister, wie aus Zypern, über Umwege für die Gruppenphase qualifizieren müssen. So kann man im Verlauf der Jahre in der Uefa-Wertung Punkte sammeln und vermeintlich leichtere oder adäquate Gegner in den Playoffs zugelost bekommen.

NIKOSIA Nach zwei Niederlagen zum Start hält nur ein Sieg am heutigen Dienstagabend bei APOEL Nikosia (20.45 Uhr) die Chancen von Borussia Dortmund auf ein Überwintern in der Champions League am Leben. Die Schwarzgelben betreten Neuland auf Zypern, auf der mit einer Million Einwohnern kleinen Insel hat man noch nie gespielt.mehr...

Das kann man über Ihre aktuellen Gruppengegner, Real, Tottenham und Dortmund nicht unbedingt sagen. Läuft die Teilnahme an der Gruppenphase unter dem Motto „Dabeisein ist alles“? (lacht) Die Losfee meinte es nicht gut mit uns. Das sind alles Hochkaräter, die uns sportlich und finanziell überlegen sind. Nichtsdestotrotz wollen wir mitspielen und das eine oder andere Mal ein Stolperstein für die Gegner sein. Ich bin mit meiner Mannschaft trotz der beiden Niederlagen gegen Real und Tottenham sehr zufrieden. Der Erfahrungs- und Unterhaltungswert solcher Partien ist für alle Beteiligten immens, vom finanziellen Aspekt ganz abgesehen.

Wie betrachten Sie Ihren nächsten Gegner, den BVB? Es ist kein Geheimnis, dass Dortmund einen sehr breiten Kader mit enormer Qualität besitzt. Für mich persönlich ist Dortmund stärker als Tottenham, und dies soll nicht als pure Höflichkeit interpretiert werden. Die Dortmunder waren auch letzte Saison sehr stark, in dieser Saison gewinnen sie aber in der Bundesliga auch Spiele, bei denen sie nicht immer überzeugen. Das ist ein Indiz von Reife und hoher Spielkultur.

Die beiden Begegnungen gegen Dortmund haben einen richtungsweisenden Charakter, zumal zwei Teams aufeinandertreffen, die noch punktlos sind und sich zumindest Chancen auf den dritten Platz in der Gruppe erhoffen. Reizt es Sie, die Großen zu ärgern? Auf dem Papier ist Dortmund haushoher Favorit und wir blicken realistisch auf diese Tatsache. Das hindert uns aber nicht daran, Hoffnungen auf ein positives Resultat zu hegen. Glücklicherweise bietet der Fußball oft solche Gelegenheiten (lacht).

Ihr Sohn spielt seit dieser Saison beim VfB Stuttgart. Haben Sie ihm geraten, in die Bundesliga zu wechseln? Natürlich tausche ich mich mit meinem Sohn über solche Themen aus. Allerdings war dieser Transfer etwas komplexer, zumal er bei Juventus Turin unter Vertrag stand und an OGC Nizza ausgeliehen war. Die Stuttgarter waren von ihm anscheinend so überzeugt, dass sie 80 Prozent der Anteile des Spielers von Juventus erworben und ihm ein gutes Handgeld angeboten haben. Zudem ist der VfB ein traditionsreicher Verein, bei dem sich Anastasios besser entfalten kann. Letztlich spielte die hohe Wettbewerbsfähigkeit und Reputation der Bundesliga einen enormen Anteil bei dieser Entscheidung.

Apropos Bundesliga. Sie sind in Frankfurt geboren - würde Sie ein Trainerposten in der Bundesliga reizen? (schmunzelt) Das ist jetzt eine rhetorische Frage, oder? Natürlich ist die Bundesliga eine sehr interessante Adresse im Weltfußball und Objekt der Begierde für Spieler und Trainer. Allerdings arbeiten dort sehr viele gute deutsche und ausländische Trainer, insofern verschwende ich momentan keine Gedanken daran. Ganz abgesehen davon, dass mein Deutsch leider auf Kindergartenniveau stagniert ist, nachdem meine Eltern Frankfurt vier Jahre nach meiner Geburt verlassen haben und nach Griechenland zurückgekehrt sind. Das hindert mich nicht, die Bundesliga zu verfolgen und Deutschunterricht zu nehmen.

Der BVB auf dem Weg zum Spiel bei APOEL Nikosia

Der BVB auf dem Weg nach Nikosia.
Der BVB auf dem Weg nach Nikosia.
Der BVB auf dem Weg nach Nikosia.
Der BVB auf dem Weg nach Nikosia.
Der BVB auf dem Weg nach Nikosia.
Der BVB auf dem Weg nach Nikosia.
Der BVB auf dem Weg nach Nikosia.
Der BVB auf dem Weg nach Nikosia.
Der BVB auf dem Weg nach Nikosia.
Der BVB auf dem Weg nach Nikosia.
Der BVB auf dem Weg nach Nikosia.
Der BVB auf dem Weg nach Nikosia.
Der BVB auf dem Weg nach Nikosia.
Der BVB auf dem Weg nach Nikosia.
Der BVB auf dem Weg nach Nikosia.
Der BVB auf dem Weg nach Nikosia.
Der BVB auf dem Weg nach Nikosia.
Der BVB auf dem Weg nach Nikosia.
Der BVB auf dem Weg nach Nikosia.
Der BVB auf dem Weg nach Nikosia.
Der BVB auf dem Weg nach Nikosia.
Der BVB auf dem Weg nach Nikosia.
Der BVB auf dem Weg nach Nikosia.
Der BVB auf dem Weg nach Nikosia.

BVB-Abschlusstraining vor dem Spiel bei APOEL Nikosia

Bilder des BVB-Abschlusstrainings in Nikosia.
Bilder des BVB-Abschlusstrainings in Nikosia.
Bilder des BVB-Abschlusstrainings in Nikosia.
Bilder des BVB-Abschlusstrainings in Nikosia.
Bilder des BVB-Abschlusstrainings in Nikosia.
Bilder des BVB-Abschlusstrainings in Nikosia.
Bilder des BVB-Abschlusstrainings in Nikosia.
Bilder des BVB-Abschlusstrainings in Nikosia.
Bilder des BVB-Abschlusstrainings in Nikosia.
Bilder des BVB-Abschlusstrainings in Nikosia.

Der Transfer von Neymar in diesem Sommer hat bis dato unvorstellbare Rahmen gesprengt und eine Kettenreaktion auf dem Transfermarkt hervorgerufen. Ist diese Entwicklung nicht besorgniserregend, insbesondere für kleinere Klubs? Das ist eine Tatsache, die wir akzeptieren müssen. Es gab immer schon potente Fußballmäzene, die viel Geld in Umlauf gebracht haben. Es führt kein Weg daran vorbei, dass die Klubs, die nicht über solche finanziellen Mittel verfügen, mehr auf die Ausbildung im Jugendbereich setzen und hoffen, dass ein Teil vom Kuchen auch für sie übrig bleibt.

Bayern-Präsident Uli Hoeneß äußerte jüngst seine Bedenken zu dieser Entwicklung und meinte, dass diese „Geldgeber“ irgendwann frustriert das Feld räumen werden und Bayern dann zuschlagen kann ... Das sagt gerade Herr Hoeneß? Die Bayern haben doch über Jahre der nationalen Konkurrenz, Dortmund an erster Stelle, die besten Spieler abgeworben. Das sind leider die internationalen Spielregeln und die beherrscht, denke ich, Herr Hoeneß besser als so manch anderer Funktionär in der Welt des Fußballs.

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