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Comeback gegen Köln

Neue Situation für Julian Weigl im BVB-Mittelfeld

DORTMUND Beim 5:0-Sieg gegen den 1. FC Köln hat Julian Weigl nach langer Verletzungspause sein Comeback gefeiert. Das Grinsen wollte danach aus dem Gesicht des 22-Jährigen am Sonntag gar nicht mehr verschwinden. Der Nationalspieler sieht sich beim BVB aber einer neuen Situation ausgesetzt. Die Weigl-Aussagen nach dem Spiel.

Neue Situation für Julian Weigl im BVB-Mittelfeld

Zurück im Geschäft: Julian Weigl (M.) feierte am Sonntag sein Comeback nach langer Verletzungspause. "Ich hätte es mir nicht schöner vorstellen können", sagte der Sechser des BVB danach.

127 Tage musste Julian Weigl darauf warten, wieder für den BVB in der Bundesliga auflaufen zu dürfen. Tobias Jöhren hat nach dem Spiel die Aussagen des Mittelfeldspielers aufgezeichnet.

Erstes Spiel nach langer Leidenszeit. Wie hat sich der Moment der Einwechslung angefühlt?

Traumhaft. Ich hätte es mir nicht schöner vorstellen können. Die Jungs haben ja auch gute Vorarbeit geleistet. Deswegen war es für mich ein Stück weit einfacher, ins Spiel reinzukommen. Es hat riesigen Spaß gemacht. Da weiß man dann auch, dass sich die harte Arbeit in der Reha gelohnt hat.

Bundesliga, 4. Spieltag: BVB - 1. FC Köln 5:0 (2:0)

Bilder der Bundesliga-Partie zwischen Borussia Dortmund und dem 1. FC Köln.
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Bilder der Bundesliga-Partie zwischen Borussia Dortmund und dem 1. FC Köln.
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Sie waren in Ihrer Karriere zum ersten Mal für längere Zeit verletzt. Wie war diese Zeit für Sie?

Es war etwas ganz Neues für mich. Und es gab schon schwierige Tage. Es gibt Momente, da geht es scheinbar nicht voran. Die Jungs gehen raus auf den Platz und du selbst bist nur im Kraftraum. So etwas zieht dich dann schon ein Stück runter. Aber ich bin ein positiver Typ und habe versucht, die positiven Momente rauszuziehen. Das klappt aber natürlich nicht immer. Manchmal gibt’s aber auch Tage, da willst Du keinen sehen und einfach nur nach Hause. Aber umso besser es wird, desto mehr Bock hat man auf jeden neuen Fortschritt. Und heute gab’s dann die Krönung.

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Sie sind seit Ihrem Wechsel von 1860 München zum BVB vor zwei Jahren eigentlich immer Stammspieler gewesen. Jetzt hat Nuri Sahin zu Saisonbeginn auf Ihrer Position richtig gut gespielt. Wie gehen Sie mit dieser Situation um?

Im Moment mache ich mir darüber noch keine Gedanken. Ich bin jetzt heilfroh, wieder im Kader zu sein, das erste Mal wieder eingewechselt worden zu sein. Aber es stimmt: Nuri hat es sehr, sehr gut gemacht. Und das ist total wichtig für uns. Wir haben sehr viele Spiele. Wir sind keine eisernen Konkurrenten, sondern pushen uns gegenseitig hoch. Wir verstehen uns sehr, sehr gut. Und ich freue mich riesig für ihn, dass er nach der schweren Zeit in der vergangenen Saison wieder so Fuß fassen konnte. Man wird sehen, wie der Trainer das in Zukunft weiter steuert. Wir sind ja auch ein Stück weit unterschiedliche Spielertypen. Vielleicht kommt es auch mal auf den Gegner an, wen der Trainer von uns beiden aufstellt.

Die Spielweise des BVB hat sich unter Peter Bosz verändert. Sie haben in der Vorbereitung den Teil verpasst, in dem intensiv an den Grundlagen gearbeitet wurde. Merken Sie das jetzt?

Das Gute war, dass ich bei fast allen Sitzungen dabei war. Nur auf der Asienreise war ich nicht dabei. Ansonsten haben wir meine Reha-Zeiten immer so gelegt, dass ich an den Besprechungen teilnehmen konnte. Ich habe schon verstanden, wie wir jetzt spielen. Natürlich fällt man ab und zu in alte Automatismen zurück, aber eigentlich habe ich seine Vorstellungen gut verinnerlicht.

 

Was ist denn jetzt anders auf Ihrer Position vor der Abwehr?

Bei eigenem Ballbesitz stehe ich ein Stück höher und soll mich zwischen den Ketten aufhalten. Gegen den Ball ist die größte Veränderung, dass wir den Gegner sehr hoch pressen und ich dann auch mit vorschieben muss, wenn wir vorne anlaufen. Das ist schon ein Stück weit neu, aber ich freue mich da auch drauf, ein bisschen weiter vorne zu agieren und entscheidendere Pässe und Aktionen haben zu können.

Sie haben eben über Ihre Verletzungspause angesprochen. Wie groß ist das Vertrauen in den Fuß schon wieder?

Vor zwei Wochen hatte ich das irgendwie noch im Hinterkopf. Dann habe ich bei der zweiten Mannschaft eine Hälfte gespielt – und habe sogar einen Tritt aufs Sprunggelenk bekommen. Da habe ich mich total erschreckt, dann aber gemerkt: Es tut gar nicht weh. Das war ein echter Angstlöser. Ich weiß jetzt, dass das Ding hält (lacht).

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Und was würden Sie sagen, bei wieviel Prozent Ihres Leistungsvermögens sind Sie schon wieder?

Dadurch, dass ich früher eigentlich nie verletzt war, ist es wirklich schwierig zu sagen für mich. Aber ich fühle mich gut. Die 25 Minuten gege Köln haben mir geholfen. Es wäre auch noch ein bisschen mehr gegangen.

Der Start lief gut. Was trauen Sie dem BVB in dieser Saison zu?

Es ist noch zu früh, da irgendeine Marschroute auszurufen. Aber wir sind natürlich froh, dass wir so gut aus den Startlöchern gekommen sind. Und wir fahren jetzt nach Hamburg, um auch dort zu gewinnen. Wenn das klappt, hieße das ja, dass wir ganz oben stehen bleiben (lacht).

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