Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.

S04-Manager Heidel warnt

"Gefahr, dass Vereine ihre Identität verlieren"

Gelsenkirchen Schalke-Sportvorstand Christian Heidel sieht nach dem 222-Millionen-Euro-Transfer von Brasiliens Fußball-Star Neymar zu Paris Saint-Germain gleich mehrere Warnzeichen. "Die Gefahr besteht, dass Fußballvereine zum Spielzeug werden", sagte er der Wochenzeitung "Die Zeit". Auch habe er Sorge, dass Vereine ihre Identität verlieren - mehr im Ausland als in Deutschland.

"Gefahr, dass Vereine ihre Identität verlieren"

Blickt positiv auf den weiteren Saisonverlauf: Schalke-Manager Christian Heidel.

"Wenn Katar keine Lust mehr auf Paris hat, ist der Geldhahn morgen zu", sagte der 54-Jährige. In Deutschland verhindere die 50+1-Regel den Einstieg ausländischer Investoren als Mehrheitsgesellschafter. „Aber in Italien, bei den beiden Mailänder Vereinen, mischen jetzt auch schon chinesische Unternehmen mit“, ergänzte Heidel.

"Vielleicht die Regeln ändern"

Im Transferfall Neymar, der vom FC Barcelona nach Paris wechselte, zweifelt Heidel an der Tauglichkeit der Financial-Fair-Play-Regeln des europäischen Verbandes UEFA. Man müsse sich an die Spielregeln halten. „Aber vielleicht muss man die Regeln auch ändern, wenn der Wettbewerb gefährdet ist“, sagte Heidel.

Die 25 teuersten Fußballer aller Zeiten

Leroy Sané wechselte 2016 für rund 50 Millionen Euro vom FC Schalke 04 zu Manchester City.
Anthony Martial wechselte 2015 für rund 50 Millionen Euro von AS Monaco zu Manchester United.
Alex Teixeira wechselte 2015 für rund 50 Millionen Euro von Schachtar Donezk  zu JS Suning nach China.
Gianluigi Buffon wechselte 2001 für 52,88 Millionen Euro von Parma Calcia zu Juventus Turin.
Hulk wechselte 2012 für rund 55 Millionen Euro vom FC Porto zu Zenit St. Petersburg.
Hernan Crespo wechselte 2000 für rund 55 Millionen Euro von Parma Calcio zu Lazio Rom.
Hulk wechselte 2016 für 55,8 Millionen Euro von Zenit St. Petersburg zu Shanghai SIPG nach China.
Fernando Torres wechselte 2010 für 58,5 Millionen Euro vom FC Liverpool zum FC Chelsea.
John Stones wechselte 2016 für rund 59 Millionen Euro vom FC Everton zu Manchester City.
Luis Figo wechselte 2000 für rund 60 Millionen Euro vom FC Barcelona zu Real Madrid.
Raheem Sterling wechselte 2015 für 62,5 Millionen Euro vom FC Liverpool zum FC Chelsea.
Angel di Maria wechselte 2015 für rund 63 Millionen Euro von Manchester United zu Paris St. Germain.
Edinson Cavani wechselte 2013 für 64,5 Millionen Euro vom SSC Neapel zu Paris St. Germain.
Kaka wechselte 2009 für rund 65 Millionen Euro vom AC Mailand zu Real Madrid.
Zlatan Ibrahimovic wechselte 2009 für 69,5 Millionen Euro von Inter Mailand zum FC Barcelona.
Zinedine Zidane wechselte 2001 für 73,5 Millionen Euro von Juventus Turin zu Real Madrid.
Kevin De Bruyne wechselte 2015 für rund 74 Millionen Euro vom VfL Wolfsburg zu Manchester City.
James Rodriguez wechselte 2014 für rund 75 Millionen Euro vom AS Monaco zu Real Madrid.
Angel Di Maria wechselte 2014 für rund 75 Millionen Euro von Real Madrid zu Manchester United.
Luis Suarez wechselte 2014 für 81,72 Millionen Euro vom FC Liverpool zum FC Barcelona.
Neymar wechselte 2013 für 88,2 Millionen Euro vom FC Santos zum FC Barcelona.
Gonzalo Higuain wechselte 2016 für rund 90 Millionen Euro vom SSC Neapel zu Juventus Turin.
Cristiano Ronaldo wechselte 2009 für rund 94 Millionen Euro von Manchester United zu Real Madrid.
Gareth Bale wechselte 2013 für rund 101 Millionen Euro von Tottenham Hotspur zu Real Madrid.
Paul Pogba wechselte 2016 für rund 105 Millionen Euro von Juventus Turin zu Manchester United.

Die UEFA müsse nun bewerten, ob beim Neymar-Wechsel die Statuten umgangen worden seien, wonach die Klubs nur das ausgeben dürfen, was sie im operativen Fußballgeschäft erwirtschaften. „Es würde mich nicht wundern, wenn die Prüfung ausgeht wie das Hornberger Schießen“, meinte Heidel hierzu. Er glaubt aber nicht, dass Paris Saint-Germain Sanktionen riskiere. Heidel: „Die haben mehr Anwälte als Fußballspieler und sind sicher nicht naiv.“

Ist der Fan im Bilde?

Heidel stellt sich generell die Frage, ob der normale Fan das Ganze noch verstehe. „Viele halten die Summen im Fußballgeschäft für unmoralisch, verständlicherweise. Aber stellen Sie sich mal vor, Schalke 04 und nicht Paris hätte Neymar präsentiert. Das Ruhrgebiet hätte kopfgestanden. Die Fans hätten uns gefeiert.“ 

Von dpa

Tedesco schöpft aus dem Vollen

Völlig neues Schalke-Gefühl: Alle Mann an Bord

GELSENKIRCHEN Das hat es beim FC Schalke 04 schon lange nicht mehr gegeben: Als Domenico Tedesco mit halbstündiger Verspätung wegen einer Mannschaftsbesprechung mit seinen Spielern auf dem Trainingsplatz erschien, konnte er aus dem Vollen schöpfen. Es gibt momentan keine verletzten Spieler bei den Königsblauen. Ein völlig neues Gefühl.mehr...

Anzeige
Anzeige