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Fahndung nach Verdächtigem läuft

22-Jährige auf Hessenweg erstochen

AHAUS Eine 22-jährige Frau aus Ahaus ist in der Nacht zu Samstag auf dem Hessenweg erstochen worden. Eine Mordkommission fahndet nach einem 27-jährigen Asylbewerber aus Nigeria. Er wird verdächtigt, der Unbekannte zu sein, der sich gegen 0.20 Uhr über die am Boden liegenden Frau gebeugt hatte. Anwohner waren durch Hilferufe des Opfers auf die Tat aufmerksam geworden und hatten die Polizei gerufen. Der Mann flüchtete, für die junge Frau kam jede Hilfe zu spät.

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Die Experten der Kriminalpolizei suchten weiträumig um den Tatort am Hessenweg herum nach Spuren - auch hier in der Schmiedegasse.

Anwohner haben Blumen und Kerzen am Tatort abgelegt. Die Menschen sind entsetzt.

Wie die Staatsanwaltschaft Münster am Sonntagmittag mitteilte, sei der Mann, der zuvor in einer Einrichtung in Ahaus untergebracht war, dringend tatverdächtig.

„Ein 27-jähriger Asylbewerber aus Nigeria hat in den letzten Wochen den Kontakt zu der 22-jährigen Frau gesucht“, sagte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt in Münster. „Nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen ist der Mann dringend tatverdächtig, die Frau getötet zu haben. Deshalb hat die Staatsanwaltschaft Münster beim Amtsgericht Münster einen Haftbefehl wegen Totschlags beantragt.“

Auch eine Öffentlichkeitsfahndung soll ausgelöst werden. Darüber müsse jedoch ein Richter entscheiden, deswegen wurde gestern noch keine Personenbeschreibung des Täters veröffentlicht.

Vielzahl von Stichverletzungen

Die Verstorbene ist gestern im Institut für Rechtsmedizin der Universitätsklinik Münster obduziert worden. „Im Oberkörper und Hals wurden eine Vielzahl von Stichverletzungen festgestellt“, erläuterte der Oberstaatsanwalt. „Der erhebliche Blutverlust führte unweigerlich zum Tod der jungen Frau.“

Ein Zeuge hatte in der Nacht zu Samstag Hilfeschreie der Frau gehört und die Polizei sowie den Rettungsdienst verständigt. Die Frau wurde sofort von den Rettungskräften notfallmedizinisch versorgt, erlag ihren schweren Verletzungen aber im Krankenhaus.

In der Nacht waren die Kriminalpolizisten ab 2 Uhr am Tatort im Einsatz, die Feuerwehr Ahaus war hinzugerufen worden, um den Tatort auszuleuchten. An den Auffahrten zur Autobahn 31 waren Polizeibeamte in der Nacht im Einsatz und kontrollierten die Kennzeichen von den passierenden Fahrzeugen.

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Die Experten der Kriminalpolizei suchten weiträumig um den Tatort am Hessenweg herum nach Spuren - auch hier in der Schmiedegasse.

Anwohner haben Blumen und Kerzen am Tatort abgelegt. Die Menschen sind entsetzt.

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