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Westernstadt wächst

Ahauser Cowboys müssen sich gedulden

Ahaus Über 90 öffentliche Spielplätze gibt es in Ahaus. Im Freizeitgelände Ork soll ein ganz besonderes Spielvergnügen hinzukommen.

Ahauser Cowboys müssen sich gedulden

An der Westernstadt im Freizeitgelände Ork wird 2018 weitergebaut.. Foto Bödding Foto: FOTO: Christian Boedding

Hinter Gittern: Noch müssen sich die Ahauser Cowboys gedulden, bis sie einen Fuß in die Westernstadt im Freizeitgelände Ork setzen können. Die Fassade des zweiten Ahauser Leuchtturmspielplatzes – neben dem Platz im Schlossgarten – ist rundherum mit einem Bauzaun gesichert. „Die Arbeiten sind noch nicht abgeschlossen und werden in den nächsten Wochen fortgeführt“, bestätigte Stadtsprecherin Anna Reehuis am Montag auf Anfrage den unfertigen Eindruck. Der zweite Teil der Anlage werde Anfang 2018 realisiert. Dann kommen einzelne Spielgeräte wie zum Beispiel eine Kutsche, Holzpferde, ein Tipi und eine Wasserspielanlage hinzu.

Über 90 Spielplätze

Spielwütige, die nicht so lange warten wollen, können sich bis dahin auf einem der mehr als 90 weiteren öffentlichen Spielplätze in Ahaus vergnügen. Laut Spielraumplanung der Stadt kommt umgerechnet auf 28 Hektar bebaute Fläche und 53 Kinder im Alter von null bis 14 Jahren je ein öffentlicher Spielplatz.

Bei der Datenerhebung für die Spielraumplanung im Jahr 2015 hatten die Kinder und Jugendlichen deutlich gemacht, dass manche Spielplätze zu klein und unattraktiv seien und deshalb nicht genutzt würden. Manche seien regelrecht zu „Hundeklos“ mutiert. Anna Reehuis erklärte zum Allgemeinzustand der Spielflächen: „Alle Spielplätze werden vom Baubetriebshof kontrolliert, gewartet und gepflegt. Natürlich sind bei der Menge an Spielplätzen Hinweise von Spielplatzpaten oder Nutzern sinnvoll und sehr hilfreich für die Stadtverwaltung.“ Dass manche Plätze besser genutzt werden und andere schlechter, habe natürlich mit der Attraktivität eines Spielplatzes zu tun. Anna Reehuis: „Die Kinder entscheiden letztendlich, auf welchem Platz sie spielen möchten.“ Laut Erhebung würden auch Sechsjährige für Spielgeräte mit Herausforderungscharakter eine Fahrt mit dem Fahrrad auf sich nehmen.

Ahauser Cowboys müssen sich gedulden

Der Leuchtturmspielplatz im Schlossgarten findet das Wohlgefallen des Nachwuchses. Foto Bödding Foto: FOTO: Christian Boedding

Allgemein gebe es in den Ortsteilen keine großen Unterschiede beim Zustand der Spielplätze. Die Qualität der Spielflächen in Ahaus wird auch in der Spielraumplanung hervorgehoben. Allerdings seien sie fast alle nach einem einheitlichen Konzept gestaltet werden. Das falle bei den kleineren Plätzen auf. Deren Standardausrüstung bestehe meist aus Federtieren, einer Rutsche, einer Turnstange, einer Schaukel und einem Sandkasten.

Spielansprüche

Dass sich die Spielansprüche der Kinder in den vergangenen Jahrzehnten verändert haben, diesen Eindruck hat die Stadtverwaltung nicht. Anna Reehuis: „Rutschen, Schaukeln und Recks gab es auch schon vor über 40 Jahren. Sie wurden damals wie heute gerne genutzt.“

Es gebe immer mal Trends oder Neuheiten wie Slacklines, aber der Bewegungsdrang sei gleich geblieben. Gleichwohl hätten die Kinder früher noch mehr Möglichkeiten gehabt, ihre Abenteuerspiele selber kreativ zu gestalten. Anna Reehuis: „Heute sind viele Kinder darauf angewiesen, dass ihnen spezielle Plätze, die auch Rollenspiele ermöglichen, zur Verfügung gestellt werden.“

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