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Interview

Zwischenlager: Mehr Polizeipräsenz nach den Anschlägen von Paris

Nach den Anschlägen von Paris machen sich auch Ahauser Bürger Sorgen: Wie ist es um die Sicherheit am Brennelemente Zwischenlager in Ammeln bestellt? Hat die Polizei im Blick, dass das Atommüllager auch ein Ziel für terroristische Anschläge sein könnte?

Unsere Mitarbeiterin Christiane Hildebrand-Stubbe sprach über die Sicherheitslage am Lager mit Dieter Hoffmann von der Pressestelle der Kreispolizeibehörde in Borken.

Seit den Anschlägen von Paris ist es genau eine Woche her, hat sich Ihrer Einschätzung nach die Sicherheitslage rund um das BZA verändert?

Im Zusammenhang mit dem BZA in Ahaus gibt es ja seit Jahren Handlungskonzepte der Polizei, die in enger Zusammenarbeit mit dem Betreiber und den Aufsichtsbehörden abgestimmt sind. Diese Konzepte werden stets den aktuellen Ereignissen angepasst, um auch schnell und umfassend reagieren zu können. Zu den Inhalten dieser Konzepte werden wir uns nicht öffentlich äußern. Es gibt zurzeit aber keine konkreten terroristischen Anschlagspläne. Selbstverständlich ist die Polizei wachsam, wertet alle Informationen in enger Abstimmung mit dem Landeskriminalamt, dem Verfassungsschutz und dem Innenministerium aus, um im Bedarfsfall schnell zu reagieren.   

Wie schätzen Sie das Gefahrenpotenzial für Ahaus und die Region ein, sind die Bürger hier einem größeren Risiko ausgesetzt?

Es gibt in NRW keine konkreten Hinweise auf bevorstehende terroristische Anschläge. Sehr wohl nimmt die Polizei die Gefährdungslage ernst und hat die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen veranlasst. Sie ist aber nicht erst seit den unglaublich brutalen Anschlägen vom letzten Wochenende in Paris hochsensibilisiert, wachsam und einsatzbereit. Es gibt aber keine konkreten Szenarien, so auch nicht in Ahaus.  

Welche Maßnahmen wurden bereits ergriffen, welche sind geplant?

Die Sicherheitsbehörden von Bund und Länder stehen in einem täglichen, engen Informationsaustausch. Die daraus resultierenden Erkenntnisse fließen in den täglichen Dienst mit ein und werden in offenen und verdeckten Maßnahmen umgesetzt. Eine offene Maßnahme ist zum Bespiel die erhöhte sichtbare Präsenz von uniformierten Kräften in der Öffentlichkeit, zu den verdeckten Maßnahmen zählt u.a. die Beschaffung von Informationen im Zusammenhang mit dem Terrorismus. Wir haben aber zurzeit keine Hinweise auf einen terroristischen Anschlag.  

Wie können Sie den Ängsten der Bürger begegnen?

Das Ziel der Attentäter von Paris war es, große Aufmerksamkeit zu erzielen und Angst und Schrecken zu verbreiten. Wir können das mulmige Gefühl und die Ängste innerhalb der Bevölkerung nachvollziehen, warnen aber gleichzeitig jedoch vor Hysterie. Eine erhöhte Wachsamkeit jedes Einzelnen ist ratsam, verdächtige Wahrnehmungen sollten sofort der Polizei gemeldet werden.

Diese ist bundesweit, im Land NRW und im Kreis Borken gut vorbereitet und reagiert schnell auf aktuelle Entwicklungen. 

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