Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.

Wiederkehrendes Phänomen

Alte Autoreifen an der A42 in Bladenhorst entsorgt

BLADENHORST Es scheint die beliebteste illegale Müllkippe Castrop-Rauxels zu sein: Im Sommer 2016 sorgten mehrere Tonnen faulende Fleisch- und andere Lebensmittelabfälle für Ekel-Alarm an der A42 in Bladenhorst. Jetzt wurden an gleicher Stelle mehr als hundert alte Autoreifen abgeladen. Anders als die wilde Gammelfleischentsorgung sind die Reifenberge aber in Castrop-Rauxel kein Einzelfall.

Alte Autoreifen an der A42 in Bladenhorst entsorgt

Eine ganze LKW-Ladung alter Autoreifen haben Unbekannte an der A42 abgeladen.

Mehr als hundert alte Autoreifen haben Unbekannte in Bladenhorst in der Nähe der Brücke Holthausener Straße auf dem Wirtschaftsweg an der A42 abgeladen. 

Der Stadtbetrieb EUV muss nun eingreifen, um die wilde Müllkippe zu beseitigen. „Es entstehen uns Kosten für Personal, Abtransport und Entsorgung der Reifen. Kosten, die der Bürger durch seine Müllentsorgungsgebühren auffangen muss. Wir sprechen da von 1000 bis 3000 Euro“, sagt EUV-Chef Michael Werner. Kosten, die im Zweifelsfall auf die allgemeinen EUV-Kosten, also auf die Bürger in Castrop-Rauxel umgelegt werden.

Laut Werner wird der von außen schlecht einsehbare Wirtschaftsweg regelmäßig von Unbekannten als Müllkippe benutzt. Erst im vergangenen Jahr wurden an selber Stelle 35 bunte 240-Liter-Tonnen mit Fleischabfällen in eine Böschung gekippt.

Bladenhorst Ekel-Alarm an der A42 bei Castrop-Rauxel: Gleich tonnenweise haben Unbekannte nicht mehr definierbare Lebensmittel-Reste illegal entsorgt. Zitat des EUV: "Das ist so ekelhaft!" Nun muss eine Spezialfirma anrücken, um die Sauerei zu beseitigen. In Schwerte hat einen ähnlichen Fall gegeben. Waren es die selben Täter?mehr...

Anders als die wilde Gammelfleischentsorgung an der A42 sind die illegal abgelegten Reifenberge aber kein Einzelfall, sondern ein Phänomen, das dem EUV seit einigen Jahren immer wieder Sorgen bereitet.

Offenbar Kfz-Betriebe, die das schnelle Geld witterten

„Zum Herbst und zum Sommer hin ist es jedes Jahr das gleiche Spiel: Abgefahrene Reifen in großen Mengen landen an mehreren Stellen im Stadtgebiet in den Wäldern“, sagt Michael Werner. Es handele sich offenbar um Kfz-Betriebe, die das schnelle Geld witterten und sich für die ordnungsgemäße Entsorgung bezahlen lassen würden, die aber auf diese Weise umgingen.

Um die Täter zu schnappen, die zumeist bei Nacht und Nebel Müll in den Wald kippten, sei man auf die Hilfe der Bürger angewiesen. „Wir bekommen immer im Nachhinein Meldungen, aber unbemerkt kann das nicht passiert sein“, sagt Werner. 

Anzeige
Anzeige