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An der Industriestraße

Castrop-Rauxeler THW zog in seine neuen Räume ein

Castrop-Rauxel Was seit acht Jahren geplant war, wurde am Samstag endlich Wirklichkeit. Das Technische Hilfswerk Castrop-Rauxel hat an der Industriestraße 4 in Henrichenburg auf 3106 Quadratmetern Gesamtfläche eine sehr funktionale neue Bleibe gefunden. Empfangen wurde das THW dort mit reichlich Wasser.

Castrop-Rauxeler THW zog in seine neuen Räume ein

Die Freiwillige Feuerwehr Henrichenburg empfing den Autokorso des THW mit einer riesigen Wasserfontäne. Foto: Uschi Bläss

„Wasser marsch!“ hieß der Befehl der Freiwilligen Feuerwehr Henrichenburg am Samstag pünktlich um 10 Uhr. Die Kollegen von der Feuerwache an der Hedwig-Kiesekamp-Straße hießen die Mannschaft des THW auf ihre Art willkommen. Sie ließen die Fahrzeuge durch eine riesige Wasserfontäne fahren. Der blaue Autokorso rückte zum letzten Mal aus der alten Station an der Oskarstraße aus und zog nach einem aufwendigen Umbau in die neuen Räume ein. „Wir können beim Bauen nichts falsch gemacht haben“, stellte Bauunternehmer Heinrich Send bei der Ankunft mit Blick in zufriedene Gesichter fest.

Seit 2009 lief die Planung

Der THW-Ortsbeauftragte Olaf Linsner und Send erinnerten sich im neuen Besprechungsraum daran, wie vor acht Jahren eine Zukunftsvision entstand. „Wir müssen was machen“, stand für Olaf Linsner damals fest. Der Standort an der Oskarstraße war zu klein und marode. „In den Duschen blühte der Schimmel“, bestätigt Anne Steinbock. Sie wird von allen „die Mutter die Kompanie“ genannt. „Ein Händedruck und ein tiefer Blick in die Augen zwischen mir und Heinrich Send waren 2009 der Beginn für den langen Prozess, der heute ein glückliches Ende fand“, so Linsner. Nachdem offiziell feststand, dass das Gebäude an der Oskarstraße nicht mehr tauglich ist, erfolgten 2012 und 2015 zwei Ausschreibungen. Jedes Mal ging Bauunternehmer Send als Sieger hervor.

3106 Quadratmeter Platz

Technisch betrachtet sieht der neue Standort so aus: 900 von 3106 Quadratmetern Grundstücksfläche werden für Büro-, Werk-, Unterrichts- und Aufenthaltsräume und einen Jugendraum genutzt – sanitäre Anlagen und Umkleideräume inklusive. Für Dieseleinsatzfahrzeuge wurden sechs Einzelboxen mit Abgas-Absauganlagen eingerichtet. Außerdem gibt es Hochlagerflächen und eine Lagerhalle für leicht brennbare Materialien. Insgesamt wurden 7500 Meter Kabel verlegt, davon 2000 Meter Datenleitungen. 142 LED-Leuchten und 180 Steckdosen wurden verbaut.

„Das Ambiente stimmt“

„Das Ambiente stimmt“, stellte Linsner zufrieden fest. „Außerdem sind wir verkehrstechnisch unabhängig und müssen bei einem Einsatz nicht mehr durch ein Wohngebiet fahren“, fügte er hinzu. Das sei eine erhebliche Erleichterung, weil man im Ernstfall stets mit schwerem Gerät unterwegs sei. Im Gegensatz zur Feuerwehr ist das THW hauptsächlich für den Katastrophenschutz verantwortlich. „Wir sind die Einsatzreserve des Bundes“, so Linsner. So wird der THW auch bundweit, wie zuletzt beim Hochwasser an der Oder, abgerufen. Am Samstag kamen alle 45 Einsatzkräfte und die Jugendmannschaft zusammen, um gemeinsam den Einzug in das neue Gebäude zu feiern. Insgesamt zählen 105 Personen zum Stamm des THW.

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