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Weltpremiere in der Agora

Castrop-Rauxels Stadtteil Ickern bekommt eigenen Film

Ickern „Etwas über Ickern – der Film“ heißt das neue dokumentarische Werk von Filmemacher Daniel Hein. Die Weltpremiere steigt jedoch nicht in Hollywood oder Cannes, sondern in Ickern. Dafür kriegt der Film jetzt noch den letzten Schliff.

Castrop-Rauxels Stadtteil Ickern bekommt eigenen Film

Filmemacher Daniel Hein hat Ickern porträtiert. Foto: Ann-Kathrin Gumpert

Mit dem Film „Etwas über Ickern“ hat der Dortmunder Filmemacher Daniel Hein ein Porträt des größten Stadtteils gezeichnet. Dabei soll es aber nicht um Vergangenes oder das, was einmal war, gehen. „Ich wollte immer schon mal einen Film über einen Ruhrgebietsstadtteil machen und nicht über die Mitte einer Stadt“, sagt Daniel Hein. „Eigentlich hatte ich mal Duisburg-Kaiserberg im Kopf, das kennt jeder aus den Verkehrsnachrichten.“

Aber dann kam alles anders und Daniel Hein drehte in Ickern – seiner alten Heimat. Aus den Augen verloren hat er den Stadtteil nie, bis zu seiner neuen Heimat Dortmund ist es auch nur ein Katzensprung und seine Mutter lebt noch immer in Castrop-Rauxel. Die war am Anfang aber skeptisch: „Wat willse denn in Ickern filmen?“, fragte sie.

Schauplätze vom Marktplatz bis zur JVA

Die Schwerpunkte des Films liegen auf dem Thema Arbeit. Die Zeche ist geschlossen, ebenso die Stickstoffwerke. Doch wie sieht es heute in dem Stadtteil aus? Wo arbeiten die Menschen? Was machen sie in ihrer Freizeit? Um das herauszufinden und zu filmen, ist Daniel Hein in diesem Sommer oft in Ickern gewesen. Er hat mit vielen Leuten gesprochen, sich viele Orte angesehen. „Die Wehmut über das, was alles weg ist, wollte ich in dem Film aber nicht zeigen“, sagt Hein.

15 Drehtage in zwei Monaten kamen am Ende dabei heraus. Im Film finden sich für Ickern typische Orte wie die Minigolfanlage und das Parkbad Nord. „Es ist aber kein Imagefilm für den Stadtteil oder ein Film mit Ausflugstipps fürs Wochenende“, sagt Hein. Von einigen bekannten Schauplätzen habe er sich filmisch trennen müssen – wie zum Beispiel dem Ickerner Marktplatz. Ein Ort lag ihm aber besonders am Herzen: die JVA Meisenhof.

Dort wohnte sein Vater, als er als Bergwerkslehrling nach Castrop-Rauxel kam. Denn die heutige JVA wurde damals als Ruhrjugenddorf errichtet. Daniel Hein verbrachte dort die ersten Jahre seiner Kindheit. Dann wurde das Gebäude umgewidmet und die Familie musste umziehen. Auch wenn es in dem Film um das Ickern von heute geht, sei der Film aber nicht nur für Ickerner gedacht, sondern für alle spannend.

Film schaffte es in die Endrunde

Nach der Weltpremiere in Ickern zeigt Daniel Hein den Film bei Festivals – so auch beim „Blicke: Filmfestival des Ruhrgebiets“ in Bochum. Beim dazugehörigen Wettbewerb hat der Film es bis in die Endausscheidung geschafft – genau wie der allererste Film von Daniel Hein über den Stadtteil Schwerin.

Das freie Arbeiten bei dem Film habe ihm besonders gefallen, sagt Daniel Hein. Keine Arbeit nach Auftrag sondern ein Film, so, wie er ihn sich vorgestellt hat, das gäbe es nur selten in seinem Job. Und irgendwann soll der Film auch im Meisenhof gezeigt werden. „Dann schließt sich auch sentimental der Kreis“, sagt Hein.

Hier gibt‘s den Film zu sehen

Die Weltpremiere des Films „Etwas über Ickern – der Film“ ist am Donnerstag, 9. November, 18.30 Uhr, im Agora-Kulturzentrum, Zechenstraße 2a.

Der Eintritt ist frei. „Das ist auch ein Dankeschön an alle, die mitgemacht haben“, sagt Filmemacher Daniel Hein.

Einen Vorgeschmack auf den Film gibt es im Trailer auf Youtube

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